Hinrundenfazit
04.12.2012 - 12:44 Uhr
Nach 17 von 34 Spielen steht unsere Hertha auf einem sehr ordentlichen 2. Platz und hat sich nach unten schon ein wenig Luft verschaffen können. In diesem Thread soll die Hinrunde ausgewertet werden. Wer war der /waren die Gewinnen, wer die Verlierer? Wie bewertet ihr die spielerische Leistung und Entwicklung unserer Mannschaft? Welche taktischen oder spielerischen Veränderungen würdet ihr euch wünschen? Was muss passieren, damit unsere Hertha bis zum Ende der Saison zumindest den zweiten Platz hält oder gar noch an Braunschweig vorbei zieht? Was waren für euch die spielerischen Höhe- und Tiefpunkte in der Hinrunde? Von welchen Spielern seid ihr positiv überrascht oder negativ enttäuscht?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von PES am 14.04.2013 um 00:38 Uhr bearbeitet Zeige Ergebnisse 1-3 von 3.
06.12.2012 - 16:05 Uhr
Quelle: herthabsc.blogspot.de
(...)
Hertha hat damit ein Spiel gewonnen, das gut auch remis hätte enden können. Ronny hat nämlich die Probleme hintangestellt, die durchaus vorhanden sind. Ramos fehlte, Ben-Hatira fehlt schon länger, Pekariks Fehlen lässt Ndjeng vorne fehlen. Allagui ist kein Winger. Sandro Wagner ist kein guter "target man". Das sah man besonders deutlich bei einer exzellenten Konterchance für Hertha kurz vor dem Gegentor, als Wagner es schaffte, den "linking pass" hinter die nachrückenden Kollegen ins Seitenaus in der Bastians-Gegend zu spielen.
JLu stellt im Moment so auf, dass er zugleich Kaderpolitik und Talentabwägung betreibt. Er hält die Gruppe zusammen, auch um den Preis, dass es der Mannschaft ein bisschen an offensiver Schärfe fehlt.
Bei aller Freude über Ronny sollte man ja nicht übersehen, dass er durchaus zerstreut sein kann; er verliert auch eine Menge Bälle, und ein wenig musste man in Cottbus sogar Sorge haben, dass er sich eine zweite gelbe Karte einhandeln könnte. Doch er hat eine ganze Reihe entscheidender Momente gehabt in dieser Zweitligahinrunde. Zweifellos ist er der Herthaner der Stunde. Das lässt es abgebracht erscheinen, noch einmal an das Spiel zu erinnern, mit dem das Kalenderjahr für uns begonnen hat: Vor dem Auswärtsspiel in Nürnberg ließ der neue Coach Skibbe verkünden, dass er auf Ronny als Spielmacher setzen wolle; nach 45 (zugegeben schwachen) Minunten nahm er ihn aus der Mannschaft, und damit war die erste taktische Idee von Skibbe perdu. (Was den Abstieg anlangt, glaube ich immer noch, dass das sehr unglückliche Ausscheiden gegen Gladbach im Pokal das entscheidende Spiel war: Aber damit kommen wir nur in das Dickicht der Konjunktive, und mittelfristig wären wir mit Skibbe sicher nicht glücklich geworden.)
Jos Luhukay hat hingegen eine Personalpolitik, die anscheinend sehr langmütig ist, und es zahlt sich auch aus.
Ramos fand wieder in die Spur, Ronny erfand sich nahezu neu, Lustenberger wird der neue Arne (nur weniger verkrampft), Holland hat Angebote, Brooks wird der neue Simunic. In Paderborn sollte die lange Serie der ungeschlagenen Spiele halten, dann könnte Hertha sich über den Winter in aller Ruhe personell neu aufstellen - mit den aus Verletzungspausen zurückkommenden Spielern wird der Wettbewerb nämlich noch einmal deutlich härter werden (Exempel: Hubnik). Luhukay macht da viel richtig, vor allem scheint er es auch gut zu kommunizieren (nach innen). Sieht viel danach aus, dass Entscheidungsträger ohne Profilierungsneurosen eben doch die bessere Arbeit leisten.
Ist zwar "nur" ein blog, bietet allerdings schöne Diskussionsthesen....
Hertha hat damit ein Spiel gewonnen, das gut auch remis hätte enden können. Ronny hat nämlich die Probleme hintangestellt, die durchaus vorhanden sind. Ramos fehlte, Ben-Hatira fehlt schon länger, Pekariks Fehlen lässt Ndjeng vorne fehlen. Allagui ist kein Winger. Sandro Wagner ist kein guter "target man". Das sah man besonders deutlich bei einer exzellenten Konterchance für Hertha kurz vor dem Gegentor, als Wagner es schaffte, den "linking pass" hinter die nachrückenden Kollegen ins Seitenaus in der Bastians-Gegend zu spielen.
JLu stellt im Moment so auf, dass er zugleich Kaderpolitik und Talentabwägung betreibt. Er hält die Gruppe zusammen, auch um den Preis, dass es der Mannschaft ein bisschen an offensiver Schärfe fehlt.
Bei aller Freude über Ronny sollte man ja nicht übersehen, dass er durchaus zerstreut sein kann; er verliert auch eine Menge Bälle, und ein wenig musste man in Cottbus sogar Sorge haben, dass er sich eine zweite gelbe Karte einhandeln könnte. Doch er hat eine ganze Reihe entscheidender Momente gehabt in dieser Zweitligahinrunde. Zweifellos ist er der Herthaner der Stunde. Das lässt es abgebracht erscheinen, noch einmal an das Spiel zu erinnern, mit dem das Kalenderjahr für uns begonnen hat: Vor dem Auswärtsspiel in Nürnberg ließ der neue Coach Skibbe verkünden, dass er auf Ronny als Spielmacher setzen wolle; nach 45 (zugegeben schwachen) Minunten nahm er ihn aus der Mannschaft, und damit war die erste taktische Idee von Skibbe perdu. (Was den Abstieg anlangt, glaube ich immer noch, dass das sehr unglückliche Ausscheiden gegen Gladbach im Pokal das entscheidende Spiel war: Aber damit kommen wir nur in das Dickicht der Konjunktive, und mittelfristig wären wir mit Skibbe sicher nicht glücklich geworden.)
Jos Luhukay hat hingegen eine Personalpolitik, die anscheinend sehr langmütig ist, und es zahlt sich auch aus.
Ramos fand wieder in die Spur, Ronny erfand sich nahezu neu, Lustenberger wird der neue Arne (nur weniger verkrampft), Holland hat Angebote, Brooks wird der neue Simunic. In Paderborn sollte die lange Serie der ungeschlagenen Spiele halten, dann könnte Hertha sich über den Winter in aller Ruhe personell neu aufstellen - mit den aus Verletzungspausen zurückkommenden Spielern wird der Wettbewerb nämlich noch einmal deutlich härter werden (Exempel: Hubnik). Luhukay macht da viel richtig, vor allem scheint er es auch gut zu kommunizieren (nach innen). Sieht viel danach aus, dass Entscheidungsträger ohne Profilierungsneurosen eben doch die bessere Arbeit leisten.
06.12.2012 - 17:29 Uhr
Quelle: www.herthabsc.de
Berlin – Die Hinrunde ist nach dem Derbysieg bei Energie Cottbus (2:1) für Hertha BSC beendet. Nach einem holprigen Start setzten sich die Blau-Weißen auf dem zweiten Platz fest. Heißt im Klartext: Direkter Aufstiegsplatz. Doch die Berliner haben sich auch in anderen Bereichen in der Ligaspitze etabliert. Insgesamt stellt Hertha BSC in gleich fünf Kategorien einen Bestwert in der Spielklasse.
- 33 Tore in 17 Spielen - kein Team traf häufiger. Das sind mehr als doppelt so viele Tore wie der MSV Duisburg erzielt hat (15).
- 259 Schüsse auf das gegnerische Tor - keine andere Mannschaft kommt so oft zum Abschluss.
- Ein breiter Kader zalht sich aus - Hertha erzielte bereits sechs Jokertore, Mannschaften wie 1860 München und Erzgebirge Aue noch gar keins.
- Sehr gute Abwehrarbeit - nur 140 Schüsse kamen auf das Hertha-Tor. Zum Vergleich: Auf das Bochumer Gehäuse wurde gleich 263 Mal geschossen.
- Brandgefährlich bei Standarts - bereits 12 Tore nach Ecken und Freistößen. Fast das Doppelte des Ligadurchschnitts, der im Durchschnitt bei 6,4 Toren liegt.
Dazu schaffte es das Team von Cheftrainer Jos Luhukay, sich gleich drei weitere Top-Platzierungen in der zweiten Liga zu sichern.
- Hertha ist nicht abhängig von Einzelspielern - Bereits zehn verschiedene Spieler trugen sich als Torschütze ein.
- Hertha stellt die zweitbeste Defensive der Liga. Erst 14 Gegentore mussten hingenommen werden. Nur Spitzenreiter Braunschweig (10) ist ein bisschen besser
- Hertha kassierte erst ein Gegentor nach Kontern
- 21 der 33 Tore wurden herausgespielt - nur Kaiserslautern (22) gelangen mehr Treffer aus diese Art
Desweiteren lässt sich das druckvolle Pressing und viel Ballbesitz auch in Zahlen ausdrücken. Bei von 6648 gespielten Pässen, fanden 5212 den richtigen Adressaten. Dem stehen nur 1436 Fehlpässe gegenüber. Auch Herthas Einzelspieler sind in den Statistiken vorne mit dabei.
- Fabian Lustenberger hatte im Spiel gegen Sandhausen (6:1) 135 Ballkontakte - Saisonrekord in der zweiten Liga
- Hany Mukhtar (17) ist ligaweit der jüngste Spieler, der in dieser Saison zum Einsatz kam
- Ronny war an 13 Toren direkt beteiligt, ist damit Herthas Topscorer – ligaweit sammelte nur Mo Idrissou mehr Scorer-Punkte (16).
"Wir mussten nach dem Abstieg und dem schwierigen Start gute Stimmung in die Mannschaft bringen. Wir sind nach den Punkten voll im Soll und haben uns das alles schwer erarbeitet", zeigt sich Trainer Jos Luhukay zufrieden. Auch Michael Preetz ist mit der Entwicklung glücklich: "Die gute Hinrunde ist das Produkt der tollen Arbeit von Jos Luhukay und seinem Trainerteam. Am 17. Spieltag stehen wir sicher auf Platz zwei, aber die Saison ist noch lang. Wir müssen weiter so hart an uns arbeiten!"
Einige Facts zur Hinrunde ...
- 33 Tore in 17 Spielen - kein Team traf häufiger. Das sind mehr als doppelt so viele Tore wie der MSV Duisburg erzielt hat (15).
- 259 Schüsse auf das gegnerische Tor - keine andere Mannschaft kommt so oft zum Abschluss.
- Ein breiter Kader zalht sich aus - Hertha erzielte bereits sechs Jokertore, Mannschaften wie 1860 München und Erzgebirge Aue noch gar keins.
- Sehr gute Abwehrarbeit - nur 140 Schüsse kamen auf das Hertha-Tor. Zum Vergleich: Auf das Bochumer Gehäuse wurde gleich 263 Mal geschossen.
- Brandgefährlich bei Standarts - bereits 12 Tore nach Ecken und Freistößen. Fast das Doppelte des Ligadurchschnitts, der im Durchschnitt bei 6,4 Toren liegt.
Dazu schaffte es das Team von Cheftrainer Jos Luhukay, sich gleich drei weitere Top-Platzierungen in der zweiten Liga zu sichern.
- Hertha ist nicht abhängig von Einzelspielern - Bereits zehn verschiedene Spieler trugen sich als Torschütze ein.
- Hertha stellt die zweitbeste Defensive der Liga. Erst 14 Gegentore mussten hingenommen werden. Nur Spitzenreiter Braunschweig (10) ist ein bisschen besser
- Hertha kassierte erst ein Gegentor nach Kontern
- 21 der 33 Tore wurden herausgespielt - nur Kaiserslautern (22) gelangen mehr Treffer aus diese Art
Desweiteren lässt sich das druckvolle Pressing und viel Ballbesitz auch in Zahlen ausdrücken. Bei von 6648 gespielten Pässen, fanden 5212 den richtigen Adressaten. Dem stehen nur 1436 Fehlpässe gegenüber. Auch Herthas Einzelspieler sind in den Statistiken vorne mit dabei.
- Fabian Lustenberger hatte im Spiel gegen Sandhausen (6:1) 135 Ballkontakte - Saisonrekord in der zweiten Liga
- Hany Mukhtar (17) ist ligaweit der jüngste Spieler, der in dieser Saison zum Einsatz kam
- Ronny war an 13 Toren direkt beteiligt, ist damit Herthas Topscorer – ligaweit sammelte nur Mo Idrissou mehr Scorer-Punkte (16).
"Wir mussten nach dem Abstieg und dem schwierigen Start gute Stimmung in die Mannschaft bringen. Wir sind nach den Punkten voll im Soll und haben uns das alles schwer erarbeitet", zeigt sich Trainer Jos Luhukay zufrieden. Auch Michael Preetz ist mit der Entwicklung glücklich: "Die gute Hinrunde ist das Produkt der tollen Arbeit von Jos Luhukay und seinem Trainerteam. Am 17. Spieltag stehen wir sicher auf Platz zwei, aber die Saison ist noch lang. Wir müssen weiter so hart an uns arbeiten!"
22.12.2012 - 15:33 Uhr
Quelle: www.kicker.de
Hertha: Der Tabellenzweite in vielen Bereichen spitze
Mit Vollgas Richtung Bundesliga
Hertha BSC steuert mit Vollgas in Richtung Bundesliga. Zwar überwintern die Hauptstädter in der Tabelle hinter Braunschweig, doch in vielen Statistiken ist die Alte Dame das Maß aller Dinge in der Zweiten Fußball-Bundesliga.
(...)
Diese Saison der Superlative drückt sich auch noch in anderen Werten aus: So stellen die Hauptstädter mit 36 Treffern die beste Offensive und mit 21 Punkten das beste Auswärtsteam der Liga. Bestwerte gibt es auch in den Kategorien Joker-Leistung (sechs Tore, fünf Vorlagen), Treffer nach Standards (17) und der Anzahl der Niederlagen (1). Dass die Alte Dame über eine Reihe von hochqualifizierten Einzelkönnern verfügt, ist ebenso kein Geheimnis. Allen voran der Brasilianer Ronny (26), der die Scorer-Liste mit 16 Punkten (9 Tore, 7 Vorlagen) anführt.
Schwacher Start mit Happy End
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Mit Vollgas Richtung Bundesliga
Hertha BSC steuert mit Vollgas in Richtung Bundesliga. Zwar überwintern die Hauptstädter in der Tabelle hinter Braunschweig, doch in vielen Statistiken ist die Alte Dame das Maß aller Dinge in der Zweiten Fußball-Bundesliga.
(...)
Diese Saison der Superlative drückt sich auch noch in anderen Werten aus: So stellen die Hauptstädter mit 36 Treffern die beste Offensive und mit 21 Punkten das beste Auswärtsteam der Liga. Bestwerte gibt es auch in den Kategorien Joker-Leistung (sechs Tore, fünf Vorlagen), Treffer nach Standards (17) und der Anzahl der Niederlagen (1). Dass die Alte Dame über eine Reihe von hochqualifizierten Einzelkönnern verfügt, ist ebenso kein Geheimnis. Allen voran der Brasilianer Ronny (26), der die Scorer-Liste mit 16 Punkten (9 Tore, 7 Vorlagen) anführt.
Schwacher Start mit Happy End
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