Finanzen
09.09.2009 - 13:34 Uhr
Zitat von snooper2
Damit bezog ich mich lediglich auf die im Raum stehenden 15-20 Mio. die der SC quasi als Einlage in das Stadion stecken soll /muss. + die dazugehörigen 2-3 Mio. an jährlicher Pacht in Liga 2.
Ich bin grundsätzlich auch bei Dir, der bisherige Weg sollte aufjedenfall weiterverfolgt werden. Auch was die Transferpolitik angeht, bin ich da noch relativ entspannt aber das ist hier ja erstmal irrelevant. Mein Eindruck ist einfach der, dass insbesondere in den letzten Jahren die jährlichen nicht! reinvestierten Überschüsse gestiegen sind ohne das mir genau klar ist, für was diese "gebraucht" werden.
Zitat von tt-gott
der finanzplan der aufgestellt wurde, muss aber auch eingehalten werden. und wie ist 'es bedarf keiner so großen rücklagen' zu verstehen?
der finanzplan der aufgestellt wurde, muss aber auch eingehalten werden. und wie ist 'es bedarf keiner so großen rücklagen' zu verstehen?
Damit bezog ich mich lediglich auf die im Raum stehenden 15-20 Mio. die der SC quasi als Einlage in das Stadion stecken soll /muss. + die dazugehörigen 2-3 Mio. an jährlicher Pacht in Liga 2.
Ich bin grundsätzlich auch bei Dir, der bisherige Weg sollte aufjedenfall weiterverfolgt werden. Auch was die Transferpolitik angeht, bin ich da noch relativ entspannt aber das ist hier ja erstmal irrelevant. Mein Eindruck ist einfach der, dass insbesondere in den letzten Jahren die jährlichen nicht! reinvestierten Überschüsse gestiegen sind ohne das mir genau klar ist, für was diese "gebraucht" werden.
naja, wenn ich mir anschaue wer in letzter zeit für wieviel ablöse so zu uns gekommen ist würde ich einfach mal tippen, dass das gehaltsgefüge schon n bisschen gestiegen ist in den letzten 5 jahren
schuster hat verlängert, schmid hat verlängert, sorg hat verlängert, baumann hat(te) verlängert; bürki wird einiges verdient haben, darida und mitrovic nagen sicherlich auch nicht am hungertuch - von mehmedi ganz zu schweigen...
mmn ist der weggang einiger spieler eben auch darin begründet, dass man sie in liga 2 so nicht mehr bezhalen will - ganz wichtig: will, nicht: kann.
zwar werden die vertäge sicherlich auch was das salär angeht an die zweite liga angepasst (hab da irgdenwas von 70% im kopf??) aber die erfolgszahlungen werden dann doch auch üppig(er) sein; gerade letzteres halte ich prinzipiell auch für den richtigen weg: in liga zwei muss das grundgehalt merklich sinken - aber gleichzeitig dürfen die spieler bei erfolg (aufstieg) gerne auch deutlich am mehrgewinn partizipieren.
nochmal: klar hat der sc rücklagen; man hat schon immer mehr eingenommen als ausgegeben - aber ich bin schon der meinung, dass man den auf dem papier 'besten kader aller zeiten' der letzten saison was die unterhaltskosten angeht kaum vergleichen kann mit bspweise dem letzten aufstiegskader.
durch die verkäufe macht man also nicht nur gewinn was die transfererlöse angeht, sondern schafft es auch das gehaltsgefüge wieder auf ein level zu schrumpfen, welches uns eben erlaubt mehrere jahre ohne probleme in liga zwei was aufzubauen. wir stehen so eben nicht unter zugzwang sofort wieder hochzugehen. das ist alles sehr konservativ vom sc - in manchen augen vielleicht zu konservativ; aber es ist nachvollziehbar. (auch wenn ich mir persönlich schon etwas mehr forschheit wünschen würde).
klar ist aber auch: die schreckensszenarien allemania aachen etc wird es beim sc nicht geben. diese konservative herangehensweise an die kaderplanung minimiert eben dann auch nochmal das risiko des stadionbaus. man wird sich an diesem sicherlich nicht verschlucken - nimmt dafür aber dann eben das ein oder andere jahr mehr liga zwei in kauf. (im schlechtesten fall! ich glaube schon, dass man beim sc intern auf den aufstieg in spätestens zwei jahren hinarbeitet - intern werden andere worte/aussagen getroffen als in der öffentlichkeit, davon bin ich überzeugt).
der sc hat 'schon immer' mit seinen finanzen eher konservativ gehaushaltet - weil man es v.a. am anfang eben auch musste. dass man neben den bayern der gesündeste verein in deutschland ist kommt eben nicht von ungefähr.
gesund bedeutet aber halt nicht gleich erfolgreich - das ist schwer zu akzeptieren, ist aber nunmal fakt. ich persönlich bin aber lieber gesund als erfolgreich
(am liebsten natürlich beides, das sollte klar sein)
Dieser Beitrag wurde zuletzt von tt-gott am 24.06.2015 um 19:59 Uhr bearbeitet Zitat von tryke
Wirklich interessantes Thema. Ich würde mal vermuten, dass die Abschreibungen über den Zeitraum des unterschriebenen Vertrages laufen (macht das Sinn?). Zudem ausgegangen von 4-Jahres-Verträgen könnte man bei Mehmedi 4,5 Millionen, bei Darida ca. 2,2 Millionen, Bürki 1,35 Millionen, Klaus 550k, bei Schmid/Sorg leider nichts. Das wären dann 8,6 Millionen insgesamt. Sehr uneducated guess, aber zumindest eine lustige Spielerei
Zitat von rexalemanni
Da hast du Recht:
Bei Transferabschreibungen eines Fußballclubs ist darauf zu achten, dass lediglich die geleisteten Transferentschädigungen bei Neuverpflichtungen und weitere damit verbundene Anschaffungskosten den Wert des sog. immateriellen Anlagevermögens bestimmen. Sog. Herstellkosten die, aus der Ausbildung eigener Jugendspieler resultieren, sind hier irrelevant. Mit Hilfe der Abschreibung wird der aktivierte immaterielle Vermögenswert des Spielers über die entsprechende Nutzungsdauer (Vertragslaufzeit Spieler) abgeschrieben und somit der Werteverlust als Aufwand erfasst
Zitat von tryke
Sorg und Schmid beispielsweise sind ja nicht mit großen Aufwendungen verbunden gewesen, deswegen kann da auch nicht viel abgeschrieben werden und der Transfererlös wird dadurch buchhalterisch nicht verringert. Bitte korrigiert mich, falls ich das falsch sehe...
Sorg und Schmid beispielsweise sind ja nicht mit großen Aufwendungen verbunden gewesen, deswegen kann da auch nicht viel abgeschrieben werden und der Transfererlös wird dadurch buchhalterisch nicht verringert. Bitte korrigiert mich, falls ich das falsch sehe...

Da hast du Recht:
Bei Transferabschreibungen eines Fußballclubs ist darauf zu achten, dass lediglich die geleisteten Transferentschädigungen bei Neuverpflichtungen und weitere damit verbundene Anschaffungskosten den Wert des sog. immateriellen Anlagevermögens bestimmen. Sog. Herstellkosten die, aus der Ausbildung eigener Jugendspieler resultieren, sind hier irrelevant. Mit Hilfe der Abschreibung wird der aktivierte immaterielle Vermögenswert des Spielers über die entsprechende Nutzungsdauer (Vertragslaufzeit Spieler) abgeschrieben und somit der Werteverlust als Aufwand erfasst
Wirklich interessantes Thema. Ich würde mal vermuten, dass die Abschreibungen über den Zeitraum des unterschriebenen Vertrages laufen (macht das Sinn?). Zudem ausgegangen von 4-Jahres-Verträgen könnte man bei Mehmedi 4,5 Millionen, bei Darida ca. 2,2 Millionen, Bürki 1,35 Millionen, Klaus 550k, bei Schmid/Sorg leider nichts. Das wären dann 8,6 Millionen insgesamt. Sehr uneducated guess, aber zumindest eine lustige Spielerei

Ich denke deine impliziten Abschreibungen machen Sinn, damit käme ein Mehmedi je nach Abschreibungsart (degressiv, linear...) wohl wirklich auf einen heutigen Buchwert von etwa 4.5 Millionen et cetera.
Ich bin auf diesem Metier auch kein Experte, zudem bieten sich nur wenige verfügbaren Informationen, aber Ich denke deine Rechnerei bietet einen guten Richtwert.
Wenn wir bei diesen Spielern auf einen Buchwert von circa 10 Millionen kommen, minimieren sich dadurch die außergewöhnlichen Transfereinnahmen von vlt 23 auf vlt 13 Millionen.
Wenn wir also grob davon ausgehen dass sich die Mindereinnahmen (Summe aus Fernsehgelder, Sponsoren und Zuschauergelder) auf circa 25 Millionen summieren, und der SC vlt 13 Millionen an außergewöhnlichen Transfereinnahmen generieren konnte, wird klar warum man maximal auf einen quasi ausgeglichenen Haushalt kommen könnte.
Man hat zwar 2014 einen Überschuss von 13 Millionen erwirtschaftet, darin enthalten waren aber Einnahmen aus der EL und auch außergewöhnlich Transfereinnahmen et cetera. Zudem war das Gehaltsniveau vermutlich etwas niedriger als 2015.
Was Ich sagen möchte, trotz strukturellen Überschusses in der 1 Liga und hohen außergewöhnlichen Transfereinnahmen muss der SC Gehaltskosten einsparen.
Darum das Ziel den Etat von 24 auf 14 Millionen zu kürzen.
Das ist auch sinnvoll, da man in einer 2 Saison 2 Liga, nicht mit derartigen außergewöhnlichen Transfereinnahmen rechnen kann.
Darum auch im Übrigen die Boni bei Darida et cetera.
Zitat von jannis115
Kann mich jemand aufklären, ob bei dem Überschuss aus 14/15 schon die Transfers des Sommertransferfenster eingerechnet sind?
Kann mich jemand aufklären, ob bei dem Überschuss aus 14/15 schon die Transfers des Sommertransferfenster eingerechnet sind?
Wahrscheinlich nicht. Wenn dann zumindest nicht in voller Höhe. Würde Bilanztechnisch Sinn machen. Ich hatte Tage vor der Sitzung meine Steuerklärung beim Steuerberater abgegeben. Dieser ist auch SC Mitglied und wir sind dann irgendwie auf das Thema Jahreshauptversammlung und Bilanzen gekommen. Auch er meinte, dass die Bilanz nächstes Jahr vermutlich die interessantere wäre.
Ich glaube, dass im Transferüberschuß 14/15 der Verkauf von Ginter mit drin ist. Die Transfererlöse nach dem Abstieg sind zum großen Teil erst in der nächsten Bilanz.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FranzWeber am 04.11.2015 um 07:19 Uhr bearbeitet
Durch die Veröffentlichung der Liste über die Honorare an die Spielervermittler wurde nochmals deutlich, mit welchen Summen in diesem Gewerbe gearbeitet wird. Mit der Gesamtsumme von 127 Mio Euro, die in der 1. Bundesliga über eine Saison gezahlten Honorare könnte z.B. der SC Freiburg problemos seinen kompletten Stadionneubau inklusive eines Teils der Erschließung finanzieren. Bei jedem Erwerb einer Eintrittskarte, eines Fanartikels oder eines Sky-Abos kann sich jeder überlegen, wieviele Euros indirekt bei den Spielerberatern landen, die letztendlich überhaupt nichts zur Attraktivität des Fußballs beitragen.
Vor dem Hintergund, dass die DFL und die Vereine sehr darum bemüht sind, ihre Einnahmen zu erhöhen (neuer TV-Vertrag, weitere Zerstückelung des Spieltages) muß die Frage erlaubt sein, ob man seinen finanziellen Spielraum nicht auch erhöhen kann, in dem man die Ausgaben limitiert. Ein Beitrag dazu wäre, die Anteile der Spielerberater bei Transfers und Vertragsverlängerungen zu begrenzen. Nach allem Negativen, was man in letzter Zeit von der Fifa hörte, ist die Pflicht zur Offenlegung dieser Honorarzahlungen ein sehr wichtiger Schritt zu einer verbesserten Transparenz. Wünschenswert wäre außerdem, wenn bei jedem Transfer und bei jeder Vertragsverlängerung die Zahlung an die Vermittler und die Namen der Berater veröffentlich werden müßte. Mit den genauen Zahlen unterlegt würde so manches Transfergeschacher in einem etwas anderen Licht erscheinen.
Bei diesen Einnahmen müssten außerdem die Spielerberater von der Öffentlichkeit mit den gleichen Maßstäben wie die Spieler selbst, Trainer oder Vereinsmanager bewertet werden. So könnte ich mir Diskussionen über die Arbeit der Berater von z.B. Marco Marin, Lukas Podolski, Tim Wiese, Timo Hildenbrand, Kevin Kuranyi usw. vorstellen.
Vor dem Hintergund, dass die DFL und die Vereine sehr darum bemüht sind, ihre Einnahmen zu erhöhen (neuer TV-Vertrag, weitere Zerstückelung des Spieltages) muß die Frage erlaubt sein, ob man seinen finanziellen Spielraum nicht auch erhöhen kann, in dem man die Ausgaben limitiert. Ein Beitrag dazu wäre, die Anteile der Spielerberater bei Transfers und Vertragsverlängerungen zu begrenzen. Nach allem Negativen, was man in letzter Zeit von der Fifa hörte, ist die Pflicht zur Offenlegung dieser Honorarzahlungen ein sehr wichtiger Schritt zu einer verbesserten Transparenz. Wünschenswert wäre außerdem, wenn bei jedem Transfer und bei jeder Vertragsverlängerung die Zahlung an die Vermittler und die Namen der Berater veröffentlich werden müßte. Mit den genauen Zahlen unterlegt würde so manches Transfergeschacher in einem etwas anderen Licht erscheinen.
Bei diesen Einnahmen müssten außerdem die Spielerberater von der Öffentlichkeit mit den gleichen Maßstäben wie die Spieler selbst, Trainer oder Vereinsmanager bewertet werden. So könnte ich mir Diskussionen über die Arbeit der Berater von z.B. Marco Marin, Lukas Podolski, Tim Wiese, Timo Hildenbrand, Kevin Kuranyi usw. vorstellen.
Zitat von Milka
Ist natürlich nur eine Vorschau und dass so ein Abstieg nicht förderlich ist, ist klar, dennoch habe ich es mir nach einem direkten Wiederaufstieg nicht so extrem vorgestellt.
Ist natürlich nur eine Vorschau und dass so ein Abstieg nicht förderlich ist, ist klar, dennoch habe ich es mir nach einem direkten Wiederaufstieg nicht so extrem vorgestellt.
Dies zeigt aber auch schwarz auf weiss, wie ungleich die TV-Gelder verteilt werden. Als Zweitligist hat man doch kaum noch eine Chance, Anschluss an die BL zu halten. Will man seitens der DFL tatsächlich noch so etwas wie Wettbewerb beibehalten, dann muss sich an dem Verteilungsschlüssel zwingend etwas ändern. Sonst kann man auch auf den sportlichen Auf- und Abstieg verzichten und die BL Startplätze an die 18 Meistbietenden verramschen. Der Vorteil wäre, dass dem Fussballfreund die traurigen Relegationsspiele erspart blieben. Der Nachteil, dass misswirtschaftende Vereine, wie etwa VfB und HSV, immer wieder einen Dummen finden, der ihnen einen Platz an der Sonne sponsert.
Wenn man an Wettbewerb und Nachhaltigkeit interessiert wäre, würde man den Verteilungsschlüssel grundlegend ändern. Beispielsweise 25% der TV-Einnahmen für die BL, 30% für die 2. Liga, 25% für die 3., 20% für die Regionalligen. Die Klubs in der 1. Liga haben seit plusminus immer so stark von der Verteilung der TV-Gelder profitiert, da darf man ruhig mal die ohnehin schon völlig abgehängten Klubs in den unteren Ligen stärken.
Dazu eine Fluktuation statt dieser unerträgliche Elitenbildung, warum sollen immer nur die gleichen Klubs in der obersten Liga spielen? Warum nicht beispielsweise 5 Auf-/Absteiger, hat ein BL-Tabellenvierzehnter mit nie aufholbaren infrastrukturellen UND finanziellen Vorteilen wie Hamburg oder Frankfurt es mehr verdient, in der Bundesliga zu spielen, als ein Tabellenfünfter St. Pauli oder Bochum, der seit Jahren seriös wirtschaftet, keine Schulden macht, auf Nachhaltigkeit setzt und die Spielerausbildung für die großen Klubs und den DFB übernimmt? Selbst wenn man gegen eine Änderung der bestehenden Zustände ist, - jedem seine Meinung - so kann man zumindest diese Frage nicht mit Nein beantworten.
Das ist eben das, was den Fußball kaputt gemacht hat im Zuge des Übertritts vom Verein zum Wirtschaftsunternehmen. Man kann sich anhand des Fußballs wie im Zeitraffer hervorragend die Schwächen unseres kaputten Wirtschaftssystems anschauen, das langfristig immer zu Quasi-Monopolisierung und Bildung von übermächtigen Mega-Corporations führt. Europa League und Champions League sind doch schon lange tot. Dass ich persönlich einen Klub wie Atletico dafür feier, dass er in die Phalanx der Großen einbricht, ist schon aberwitzig: Weil wir im Kontext von Scheich-Klubs plus Bayern/Real/Barca bereits so einen Klub, der in den letzten beiden Jahren 117 Mio bzw. 136 Mio für Spielerkäufe ausgegeben hat, inzwischen ernsthaft als Robin Hood/Anti-Establishment-Ding wahrnehmen.
Dass die Leute in ihrem in-the-box-Denken auch noch vollen Ernstes einen Klub wie RB Leipzig hassen, ist bezeichnend, da wir Menschen uns in guter Tradition - siehe Politik u. Wirtschaft - lieber erfolglos an einem Symptom abarbeiten, anstatt etwas am zu Grunde liegenden System zu ändern.
Dieses konservative Schubladendenken und die ständige Angst der Mächtigen, ihre Stellung zu verlieren, führen stets zu nachhaltigem Misslingen. Wenn man den Leuten vorschlägt "Lasst doch mal 5 Klubs auf/absteigen, warum sollten andere nicht auch die Chance haben, sich mit den Besten zu messen?" hört man meist nur hängengebliebenes Schafsgeblöke wie "Mäh, war doch schon immer so, mäh, warum was ändern an einem guten System, mäh, was will ich denn mit Heidenheim in der Bundesliga?". Die gleichen Reaktionen, die man hat, wenn man den Menschen erklärt, dass es wissenschaftlich erwiesen ist, dass der Schulunterricht für Kinder nicht so früh anfangen sollte "Mäh, war doch schon immer so, mäh, warum sollen die faul ausschlafen wir haben es doch auch geschafft"
Als ein deutscher Unternehmer vor (habe-spontan-keine-Zahl-parat) Jahren damit begann, seinen Beschäftigten das Wochenende frei zu geben, wurde er im Kreise seiner Kollegen für verrückt erklärt und ausgelacht. Er würde sich ruinieren, wie solle man das finanzieren etc. Heute ist das Standard und man spricht bald eher über eine 3-Tage- als über eine 6-Tage-Woche.
Aber konservativ denkende Machtmenschen wie Rummenigge (I only live to hate him) würden nie etwas an den bestehenden Zuständen ändern. Die Spirale dreht sich immer weiter, die CL-Millionen haben den Wettbewerb in sämtlichen Ligen starr und die Diskrepanz zwischen Elite und den restlichen 99% unüberbrückbar gemacht. Wie will ein Regional- oder Drittligist nur durch gutes Wirtschaften jemals die Chance haben, groß zu werden und dauerhaft BL zu spielen? Das können nur noch Investoren-Klubs aufbrechen.
Ich erinnere mich, wie ich jedes Wochenende in der Regionalliga nach den Ergebnissen von RB Leipzig geschaut habe, voller Wut und in der Hoffnung, dass der Aufstieg vielleicht doch nicht klappt. Als sie in die 3. Liga aufstiegen, habe ich angefangen, mein Denken zu hinterfragen und war schnell an dem Punkt angelangt:
1. Leipzig bewegt sich nur innerhalb des geltenden Regelwerks.
2. Es besteht innerhalb des Systems kein Interesse, die Regeln zu ändern. Kann Leipzig was für das System?
Wenn ich Monopoly spiele, bestehe ich auch auf die Mieten und versuche, meine Mitspieler zu schwächen wo es geht. Willsagen: es macht keinen Sinn, die Inhaber der Schloßallee dafür zu kritisieren, dass sie nicht an einer faireren Verteilung der Mieten interessiert sind.
Wie kann so ein Interesse generiert werden? Das funktioniert meines Erachtens nur dadurch, dass die Misstände des Systems noch viel deutlicher aufgezeigt werden, bis es der Letzte kapiert hat und man endlich Interesse für eine Grundsatzdebatte schafft. Seit Leipzigs Aufstieg in die 3. Liga hoffe ich, dass der Verein so schnell wie möglich in die Top 4 der Bundesliga einbricht und dadurch Vereinen wie Schalke oder Dortmund dauerhaft einen Platz wegnimmt. Erst wenn man auch auf den oberen Ebenen merkt, dass man dauerhaft gegen ungleiche Voraussetzungen nicht ankommt, wird es Bereitschaft zu grundsätzlicher Änderung geben.
Die einzige Rechtfertigung, die TV-Millionen einseitig in die Bundesliga zu pumpen, ist die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Bundesliga. Darauf sch. ich. Man sollte auf Qualität und Nachhaltigkeit setzen anstatt auf ewig in diesem Hamsterrad stecken zu bleiben. Es war seit jeher klar, dass man gegen die Premier League nicht den Hauch einer Chance hat, was die TV-Einnahmen betrifft. Und dieses dem Geld Hinterherhecheln als Hauptantrieb des Systems sowohl auf Verbands- als auch auf Klubebene ist mit Sicherheit nicht im Geiste des Sports.
Dass ein simpler Abstieg in die 2. Liga selbst einen so gut wirtschaftenden Klub wie Freiburg (von anderen Klubs ganz zu schweigen) ohne viel Pech existenziell bedroht, nur weil man sich mehr als ein oder zwei Jahre ohne BL-TV-Gelder nicht leisten kann, ist meiner Ansicht nach grundlegend falsch. Durch solche Mechanismen wird Nachhaltigkeit bestraft und kurzfristiger Erfolg belohnt. Alleine die einmalige Qualifikation für die Champions League kann für einen Verein schon so ein game changer sein durch die Masse an TV-Einnahmen und die sich dadurch ergebenden Möglichkeiten auf dem Transfermarkt.
Meiner Meinung nach sollte man so schnell wie möglich weg von diesem System. Es macht niemandem mehr Spaß, zumal es in sämtlichen Ligen/Wettbewerben das Gleiche ist. Wer jetzt Leicester als Gegenargument nennen möchte, bitte. Dass es als Wunder abgefeiert wird und weltweit in den Nachrichtensendungen darüber berichtet wird, dass erstmals in der Geschichte der Premier League ein Klub außerhalb der Top 4 gewonnen hat, ist für mich bezeichnender als alles andere.
Dazu eine Fluktuation statt dieser unerträgliche Elitenbildung, warum sollen immer nur die gleichen Klubs in der obersten Liga spielen? Warum nicht beispielsweise 5 Auf-/Absteiger, hat ein BL-Tabellenvierzehnter mit nie aufholbaren infrastrukturellen UND finanziellen Vorteilen wie Hamburg oder Frankfurt es mehr verdient, in der Bundesliga zu spielen, als ein Tabellenfünfter St. Pauli oder Bochum, der seit Jahren seriös wirtschaftet, keine Schulden macht, auf Nachhaltigkeit setzt und die Spielerausbildung für die großen Klubs und den DFB übernimmt? Selbst wenn man gegen eine Änderung der bestehenden Zustände ist, - jedem seine Meinung - so kann man zumindest diese Frage nicht mit Nein beantworten.
Das ist eben das, was den Fußball kaputt gemacht hat im Zuge des Übertritts vom Verein zum Wirtschaftsunternehmen. Man kann sich anhand des Fußballs wie im Zeitraffer hervorragend die Schwächen unseres kaputten Wirtschaftssystems anschauen, das langfristig immer zu Quasi-Monopolisierung und Bildung von übermächtigen Mega-Corporations führt. Europa League und Champions League sind doch schon lange tot. Dass ich persönlich einen Klub wie Atletico dafür feier, dass er in die Phalanx der Großen einbricht, ist schon aberwitzig: Weil wir im Kontext von Scheich-Klubs plus Bayern/Real/Barca bereits so einen Klub, der in den letzten beiden Jahren 117 Mio bzw. 136 Mio für Spielerkäufe ausgegeben hat, inzwischen ernsthaft als Robin Hood/Anti-Establishment-Ding wahrnehmen.
Dass die Leute in ihrem in-the-box-Denken auch noch vollen Ernstes einen Klub wie RB Leipzig hassen, ist bezeichnend, da wir Menschen uns in guter Tradition - siehe Politik u. Wirtschaft - lieber erfolglos an einem Symptom abarbeiten, anstatt etwas am zu Grunde liegenden System zu ändern.
Dieses konservative Schubladendenken und die ständige Angst der Mächtigen, ihre Stellung zu verlieren, führen stets zu nachhaltigem Misslingen. Wenn man den Leuten vorschlägt "Lasst doch mal 5 Klubs auf/absteigen, warum sollten andere nicht auch die Chance haben, sich mit den Besten zu messen?" hört man meist nur hängengebliebenes Schafsgeblöke wie "Mäh, war doch schon immer so, mäh, warum was ändern an einem guten System, mäh, was will ich denn mit Heidenheim in der Bundesliga?". Die gleichen Reaktionen, die man hat, wenn man den Menschen erklärt, dass es wissenschaftlich erwiesen ist, dass der Schulunterricht für Kinder nicht so früh anfangen sollte "Mäh, war doch schon immer so, mäh, warum sollen die faul ausschlafen wir haben es doch auch geschafft"
Als ein deutscher Unternehmer vor (habe-spontan-keine-Zahl-parat) Jahren damit begann, seinen Beschäftigten das Wochenende frei zu geben, wurde er im Kreise seiner Kollegen für verrückt erklärt und ausgelacht. Er würde sich ruinieren, wie solle man das finanzieren etc. Heute ist das Standard und man spricht bald eher über eine 3-Tage- als über eine 6-Tage-Woche.
Aber konservativ denkende Machtmenschen wie Rummenigge (I only live to hate him) würden nie etwas an den bestehenden Zuständen ändern. Die Spirale dreht sich immer weiter, die CL-Millionen haben den Wettbewerb in sämtlichen Ligen starr und die Diskrepanz zwischen Elite und den restlichen 99% unüberbrückbar gemacht. Wie will ein Regional- oder Drittligist nur durch gutes Wirtschaften jemals die Chance haben, groß zu werden und dauerhaft BL zu spielen? Das können nur noch Investoren-Klubs aufbrechen.
Ich erinnere mich, wie ich jedes Wochenende in der Regionalliga nach den Ergebnissen von RB Leipzig geschaut habe, voller Wut und in der Hoffnung, dass der Aufstieg vielleicht doch nicht klappt. Als sie in die 3. Liga aufstiegen, habe ich angefangen, mein Denken zu hinterfragen und war schnell an dem Punkt angelangt:
1. Leipzig bewegt sich nur innerhalb des geltenden Regelwerks.
2. Es besteht innerhalb des Systems kein Interesse, die Regeln zu ändern. Kann Leipzig was für das System?
Wenn ich Monopoly spiele, bestehe ich auch auf die Mieten und versuche, meine Mitspieler zu schwächen wo es geht. Willsagen: es macht keinen Sinn, die Inhaber der Schloßallee dafür zu kritisieren, dass sie nicht an einer faireren Verteilung der Mieten interessiert sind.
Wie kann so ein Interesse generiert werden? Das funktioniert meines Erachtens nur dadurch, dass die Misstände des Systems noch viel deutlicher aufgezeigt werden, bis es der Letzte kapiert hat und man endlich Interesse für eine Grundsatzdebatte schafft. Seit Leipzigs Aufstieg in die 3. Liga hoffe ich, dass der Verein so schnell wie möglich in die Top 4 der Bundesliga einbricht und dadurch Vereinen wie Schalke oder Dortmund dauerhaft einen Platz wegnimmt. Erst wenn man auch auf den oberen Ebenen merkt, dass man dauerhaft gegen ungleiche Voraussetzungen nicht ankommt, wird es Bereitschaft zu grundsätzlicher Änderung geben.
Die einzige Rechtfertigung, die TV-Millionen einseitig in die Bundesliga zu pumpen, ist die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Bundesliga. Darauf sch. ich. Man sollte auf Qualität und Nachhaltigkeit setzen anstatt auf ewig in diesem Hamsterrad stecken zu bleiben. Es war seit jeher klar, dass man gegen die Premier League nicht den Hauch einer Chance hat, was die TV-Einnahmen betrifft. Und dieses dem Geld Hinterherhecheln als Hauptantrieb des Systems sowohl auf Verbands- als auch auf Klubebene ist mit Sicherheit nicht im Geiste des Sports.
Dass ein simpler Abstieg in die 2. Liga selbst einen so gut wirtschaftenden Klub wie Freiburg (von anderen Klubs ganz zu schweigen) ohne viel Pech existenziell bedroht, nur weil man sich mehr als ein oder zwei Jahre ohne BL-TV-Gelder nicht leisten kann, ist meiner Ansicht nach grundlegend falsch. Durch solche Mechanismen wird Nachhaltigkeit bestraft und kurzfristiger Erfolg belohnt. Alleine die einmalige Qualifikation für die Champions League kann für einen Verein schon so ein game changer sein durch die Masse an TV-Einnahmen und die sich dadurch ergebenden Möglichkeiten auf dem Transfermarkt.
Meiner Meinung nach sollte man so schnell wie möglich weg von diesem System. Es macht niemandem mehr Spaß, zumal es in sämtlichen Ligen/Wettbewerben das Gleiche ist. Wer jetzt Leicester als Gegenargument nennen möchte, bitte. Dass es als Wunder abgefeiert wird und weltweit in den Nachrichtensendungen darüber berichtet wird, dass erstmals in der Geschichte der Premier League ein Klub außerhalb der Top 4 gewonnen hat, ist für mich bezeichnender als alles andere.
Dabei auch nie vergessen, dass Transferüberschüsse nicht immer gleich Gewinne sind. Ganz einfach gesagt: Wenn ein Mehmedi nach einem Jahr Vertragslaufzeit vielleicht noch mit einem Wert von 4,5 Mio in der Bilanz stand (6 Mio Ablöse auf 4 Jahre Vertragslaufzeit verteilt), bedeutet ein Verkauf für 8 Mio einen Gewinn von 3,5 Mio.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von timoe am 04.06.2016 um 01:12 Uhr bearbeitet Zitat von timoe
Dabei auch nie vergessen, dass Transferüberschüsse nicht immer gleich Gewinne sind. Ganz einfach gesagt: Wenn ein Mehmedi nach einem Jahr Vertragslaufzeit vielleicht noch mit einem Wert von 4,5 Mio in der Bilanz stand (6 Mio Ablöse auf 4 Jahre Vertragslaufzeit verteilt), bedeutet ein Verkauf für 8 Mio einen Gewinn von 3,5 Mio.
Dabei auch nie vergessen, dass Transferüberschüsse nicht immer gleich Gewinne sind. Ganz einfach gesagt: Wenn ein Mehmedi nach einem Jahr Vertragslaufzeit vielleicht noch mit einem Wert von 4,5 Mio in der Bilanz stand (6 Mio Ablöse auf 4 Jahre Vertragslaufzeit verteilt), bedeutet ein Verkauf für 8 Mio einen Gewinn von 3,5 Mio.
Die schwarze Null ist sehr beachtlich, da bekanntlich Ablösesummen selten sofort und in voller Höhe überwiesen werden. Leistungsbezogene Prämien, Raten, Beteiligungen am Weiterverkauf werden in den nächsten Jahren in die Bilanz einfließen.
Während der Saison konnte Freiburg Nielsen, Niederlechner und Stenzel nachlegen.
Die volle Hütte trägt ihren Teil zum guten Ergebnis bei. Diesen Zuschauerschnitt bzw. fast 100% Auslastung des Heimbereichs hat so glaube ich niemand erwartet. Die Kritiker des Neubaus hat diese Auslastung mundtot gemacht. Es war das zentrale Argument der sachlich argumentierenden Stadionneubaugegner. Darunter waren auch SC-Fans die Sorge hatten der SportClub könnte sich finanziell verheben, wenn nicht erste Liga gespielt wird. Diese Saison hat gezeigt, das alte Stadion ist sogar für die zweite Liga zu klein.
Interessante Statistik: Der Sportclub ist der deutsche Verein mit dem historisch höchsten Gewinn aus Transferaktivitäten.
http://www.transfermarkt.de/transfers/einnahmenausgaben/statistik/plus/0?ids=e&sa=&saison_id=1870&saison_id_bis=2015&land_id=40&nat=&pos=&w_s=
http://www.transfermarkt.de/transfers/einnahmenausgaben/statistik/plus/0?ids=e&sa=&saison_id=1870&saison_id_bis=2015&land_id=40&nat=&pos=&w_s=
Der Ausverkauf im Abstiegsfall ist natürlich Teil dieser Bilanz. Die Investitionen in Zweitligaspieler sind geringer und somit erklärt sich der höhere Überschuss. Bei Freiburg ist dies unfreiwillig Teil des Konzepts und man erhält so die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit in der zweiten Liga, weil parallel die Gehaltskosten sinken.
Stadion- und Werbeeinahmen des SC sind deutlich geringer als bei den Konkurrenten in dieser Auflistung. Transfereinnahmen sind ein wichtiger Ausgleich.
Die Gewinne bei Stuttgart, Bremen oder auch Nürnberg sind zum Teil durch katastrophale Bilanzen entstanden die das Erzielen von Überschüssen erzwangen.
Mainz hat Freiburg Geis weggeschnappt und Okazaki war Freiburg zu teuer, so eine Aussage. Nürnberg überbot angeblich bei Drmic. Es ein Vorteil, wenn man mehr ausgeben kann. Das wertet den erzielten Überschuss von Freiburg auf, da die Bedingungen schwieriger sind als zb. bei Mainz.
Mainz hatte zudem den Vorteil, dass der Abstieg zuletzt ausblieb und Spieler ohne Abstiegsrabatt verkauft wurden.
Wie gesagt es sind viele verschiedene Faktoren die eine Rolle spielen und einen Vergleich schwierig machen. Freiburg will einen Überschuss erzielen und ist damit immer erfolgreicher. Die steigenden TV-Einnahmen und der Umzug in die neue Arena werden den Einkauf von noch talentierteren Spielern ermöglichen. Als Folge werden auch die Transfereinnahmen steigen. 4 von 6 Einkäufen in dieser Transferperiode bieten die Chance Transfergewinne zu erzielen. Für Schwolow, Grifo, Philipp, Günter und Kempf könnte man sicherlich ebenfall gute Erlöse erzielen. Erfolgsbedingte Nachzahlungen und Transferbeteiligungen sind selten verzeichnet. Toprak, Cisse, Mehmedi könnten diesen Sommer Transferbeteiligungen einspielen. Für die vielen Einsätze von Ginter und Darida könnten Nachzahlungen fällig werden, aber so etwas bekommt man gar nicht mit.
Stuttgart ist ein wohlhabender Wirtschaftsstandort. Das große Stadion war vorhanden und dennoch muss der Verein Überschüsse erzielen. Eigentlich eine Blamage. Es ist alles vorhanden für einen "Kaufverein" der Größe BVB und stattdessen ist der Klub ein getriebener. Ähnliches gilt für Nürnberg. Bremen konnte viele Jahre CL-Gelder einstreichen und nähert sich nun stetig dem Abstieg. Freiwillig stehen nur Freiburg und Mainz in dieser Tabelle relativ weit oben, weil teuer Verkaufen Teil des Konzepts ist.
Stadion- und Werbeeinahmen des SC sind deutlich geringer als bei den Konkurrenten in dieser Auflistung. Transfereinnahmen sind ein wichtiger Ausgleich.
Die Gewinne bei Stuttgart, Bremen oder auch Nürnberg sind zum Teil durch katastrophale Bilanzen entstanden die das Erzielen von Überschüssen erzwangen.
Mainz hat Freiburg Geis weggeschnappt und Okazaki war Freiburg zu teuer, so eine Aussage. Nürnberg überbot angeblich bei Drmic. Es ein Vorteil, wenn man mehr ausgeben kann. Das wertet den erzielten Überschuss von Freiburg auf, da die Bedingungen schwieriger sind als zb. bei Mainz.
Mainz hatte zudem den Vorteil, dass der Abstieg zuletzt ausblieb und Spieler ohne Abstiegsrabatt verkauft wurden.
Wie gesagt es sind viele verschiedene Faktoren die eine Rolle spielen und einen Vergleich schwierig machen. Freiburg will einen Überschuss erzielen und ist damit immer erfolgreicher. Die steigenden TV-Einnahmen und der Umzug in die neue Arena werden den Einkauf von noch talentierteren Spielern ermöglichen. Als Folge werden auch die Transfereinnahmen steigen. 4 von 6 Einkäufen in dieser Transferperiode bieten die Chance Transfergewinne zu erzielen. Für Schwolow, Grifo, Philipp, Günter und Kempf könnte man sicherlich ebenfall gute Erlöse erzielen. Erfolgsbedingte Nachzahlungen und Transferbeteiligungen sind selten verzeichnet. Toprak, Cisse, Mehmedi könnten diesen Sommer Transferbeteiligungen einspielen. Für die vielen Einsätze von Ginter und Darida könnten Nachzahlungen fällig werden, aber so etwas bekommt man gar nicht mit.
Stuttgart ist ein wohlhabender Wirtschaftsstandort. Das große Stadion war vorhanden und dennoch muss der Verein Überschüsse erzielen. Eigentlich eine Blamage. Es ist alles vorhanden für einen "Kaufverein" der Größe BVB und stattdessen ist der Klub ein getriebener. Ähnliches gilt für Nürnberg. Bremen konnte viele Jahre CL-Gelder einstreichen und nähert sich nun stetig dem Abstieg. Freiwillig stehen nur Freiburg und Mainz in dieser Tabelle relativ weit oben, weil teuer Verkaufen Teil des Konzepts ist.
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