Der Polen-Forum Plauderthread II
18.06.2010 - 15:40 Uhr
Viel Spaß.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BlauesHerzSilesia am 26.02.2012 um 22:59 Uhr bearbeitet Zeige Ergebnisse 1-9 von 9.
10.09.2010 - 12:53 Uhr
Neben der Uhrzeit links in einem Beitrag Wertungen was soll das sein???
10.09.2010 - 13:58 Uhr
Zitat von Skyline2f4y:
Zitat von VolkerPut:
Jo und wo kann ich das bewerten?
Guck mal in der Signatur ^^?????????Da ist nichts
Zitat von VolkerPut:
Jo und wo kann ich das bewerten?
Guck mal in der Signatur ^^?????????Da ist nichts
13.09.2010 - 18:40 Uhr
Spielt der BVB an diesem Wochenende zu Hause?
14.09.2010 - 17:16 Uhr
Achja aEnde Oktober sind doch immer Halloween Partys. Da gibts bestimmt paar Interessante Sachen.
20.10.2010 - 15:28 Uhr
Zitat von wilkpol:
Leider können wir mit dieser nichts gesundes anfangen.
Ein eindeutiger roter Faden in der polnischen Geschichte.
Und woran machst du das fest? An den knapp 20 Jahren III RP? Dass eine junge, postsozialistische Demokratie auch extremistische Parteien hervorbringt ist das Normalste der Welt. Wenn die Polen nicht mit Demokratie und Freiheit umgehen können, wie schaut's dann mit den anderen Völkern aus?
Das dt. Volk - Weimarer Republik, Drittes Reich!
Das franz. Volk - die Revolution (oder die momentanen Ereignisse)!
Das span. Volk - einen Bürgerkrieg!
Das ital. Volk - den Faschismus hervorgebracht, gefühlte 10.000 Ministerpräsidenten in den letzten 60 Jahren!
Und selbst das amerikanische Volk, das immer als Musterbeispiel für eine gute Demokratie gilt, hat mit seinem Bürgerkrieg ein ganz düsteres Kapitel.
Mit den ganzen afrikanischen und lateinamerikanischen Republiken will ich gar nicht erst anfangen.
Demokratien haben nun mal auch ihre Schwächen. Das Hervorbringen populistischer Parteien gehört da aber sicherlich zu den harmlosesten Auswüchsen, solange man sich über nichts weiteres Aufregen muss steht's also noch ganz gut um die polnische Demokratie.
Darüber hinaus hat Polen eine der längsten republikanischen Traditionen in Europa (unter Anderem ist die Verfassung vom 3. Mai, die erste Moderne Europas). Diese Verfassung und die liberale Politik der Adelsrepublik haben aber letzendlich zu den drei Teilungen und der Besetzung Polens geführt. Insofern sind auch Freiheit und Demokratie, keine Dinge die das polnische Volk selbst gegen Chaos eingetauscht hat (wie es in vielen Ländern der Fall war), man wurde dieser Dinge beraubt. Dass man nach knapp 200 Jahren Fremdherrschaft wieder lernen muss mit der eigenen Souveränität umzugehen, sollte doch eigentlich klar sein. Wer aber meint das polnische Volk wäre dazu per se nicht in der Lage, der verfällt in eine heutzutage in Polen übliche Alles-ist-Scheiße-Mentalität.
Leider können wir mit dieser nichts gesundes anfangen.
Ein eindeutiger roter Faden in der polnischen Geschichte.
Und woran machst du das fest? An den knapp 20 Jahren III RP? Dass eine junge, postsozialistische Demokratie auch extremistische Parteien hervorbringt ist das Normalste der Welt. Wenn die Polen nicht mit Demokratie und Freiheit umgehen können, wie schaut's dann mit den anderen Völkern aus?
Das dt. Volk - Weimarer Republik, Drittes Reich!
Das franz. Volk - die Revolution (oder die momentanen Ereignisse)!
Das span. Volk - einen Bürgerkrieg!
Das ital. Volk - den Faschismus hervorgebracht, gefühlte 10.000 Ministerpräsidenten in den letzten 60 Jahren!
Und selbst das amerikanische Volk, das immer als Musterbeispiel für eine gute Demokratie gilt, hat mit seinem Bürgerkrieg ein ganz düsteres Kapitel.
Mit den ganzen afrikanischen und lateinamerikanischen Republiken will ich gar nicht erst anfangen.
Demokratien haben nun mal auch ihre Schwächen. Das Hervorbringen populistischer Parteien gehört da aber sicherlich zu den harmlosesten Auswüchsen, solange man sich über nichts weiteres Aufregen muss steht's also noch ganz gut um die polnische Demokratie.
Darüber hinaus hat Polen eine der längsten republikanischen Traditionen in Europa (unter Anderem ist die Verfassung vom 3. Mai, die erste Moderne Europas). Diese Verfassung und die liberale Politik der Adelsrepublik haben aber letzendlich zu den drei Teilungen und der Besetzung Polens geführt. Insofern sind auch Freiheit und Demokratie, keine Dinge die das polnische Volk selbst gegen Chaos eingetauscht hat (wie es in vielen Ländern der Fall war), man wurde dieser Dinge beraubt. Dass man nach knapp 200 Jahren Fremdherrschaft wieder lernen muss mit der eigenen Souveränität umzugehen, sollte doch eigentlich klar sein. Wer aber meint das polnische Volk wäre dazu per se nicht in der Lage, der verfällt in eine heutzutage in Polen übliche Alles-ist-Scheiße-Mentalität.
03.11.2010 - 23:22 Uhr
Zitat von Spider_Murphy:
Zitat
BlauesHerzSilesia
Schon mitbekommen?http://sport.onet.pl/...-na-dopingu,1,3753723,wiadomosc.html
.....
Schön gesagt.
Doping war generell zu derzeit Gang und Gebe.
Doping begann mit der Entwicklung von Morphium und zog sich in etlichen Sportarten durch.
Was nicht nachgewiesen werden konnte war mehr oder minder erlaubt.
Die Kunst war es nicht, nicht zu dopen, sondern besser zu dopen als die anderen.
So wie es heutzutage höchstwahrscheinlich noch im Radsport läuft und dort über die Jahrzehnte auch gelaufen ist.
Bis zu dem Punkt an dem man feststellte, dass Doping negativ auf den Körper und die Gesundheit des Menschen wirkt, wurde es ja nichtmal verboten, untersagt oder gar untersucht.
Schaut man sich heutzutage junge Sportler, auch Junioren-Kicker bei Profivereinen an, dann haben diese einen ganzen Tisch voll an Vitamin und Zusatzpreparaten Tag täglich einzunehmen.
Für Fitness, Wohlbefinden und Vorbeugung von Verletzungen.
Streng genommen ist auch das schon ein einwirken auf den Körper zur verbesserten Leistungsfähigkeit, also gegenüber allen andern Nicht-Sportlern ein Doping.
Auch ich bin alles andere als für Doping, aber Uraltzustände an heutigen Standards zu messen(Was ist erlaubt und wie prüfe ich das etc.pp.), ist absolut grotesk.
CocaCola derweilen war tatsächlich in den 20ern des 20Jahrhunderts ein Aufputschmittel für Jedermann, da darin Koks enthalten war. Der neue Kaffee und Wachmacher.
Zitat
BlauesHerzSilesia
Schon mitbekommen?http://sport.onet.pl/...-na-dopingu,1,3753723,wiadomosc.html
.....
Schön gesagt.
Doping war generell zu derzeit Gang und Gebe.
Doping begann mit der Entwicklung von Morphium und zog sich in etlichen Sportarten durch.
Was nicht nachgewiesen werden konnte war mehr oder minder erlaubt.
Die Kunst war es nicht, nicht zu dopen, sondern besser zu dopen als die anderen.
So wie es heutzutage höchstwahrscheinlich noch im Radsport läuft und dort über die Jahrzehnte auch gelaufen ist.
Bis zu dem Punkt an dem man feststellte, dass Doping negativ auf den Körper und die Gesundheit des Menschen wirkt, wurde es ja nichtmal verboten, untersagt oder gar untersucht.
Schaut man sich heutzutage junge Sportler, auch Junioren-Kicker bei Profivereinen an, dann haben diese einen ganzen Tisch voll an Vitamin und Zusatzpreparaten Tag täglich einzunehmen.
Für Fitness, Wohlbefinden und Vorbeugung von Verletzungen.
Streng genommen ist auch das schon ein einwirken auf den Körper zur verbesserten Leistungsfähigkeit, also gegenüber allen andern Nicht-Sportlern ein Doping.
Auch ich bin alles andere als für Doping, aber Uraltzustände an heutigen Standards zu messen(Was ist erlaubt und wie prüfe ich das etc.pp.), ist absolut grotesk.
CocaCola derweilen war tatsächlich in den 20ern des 20Jahrhunderts ein Aufputschmittel für Jedermann, da darin Koks enthalten war. Der neue Kaffee und Wachmacher.
21.09.2011 - 18:39 Uhr
Zitat von Forza1925:
Zitat von Jokus09:
Ich sags ja :rolleyes Wir werden in dieser Sache auf eine Stufe mit den Deutschen gestellt, herrlich :D Und das von seinem Vater lol
Traurig...Powoli to wszystko zaczyna mi latac kolo tylka....
Polska reprezentacja dla polakow!
Frage ist, wann ist man Pole ? ;)
Ist es jemand, der 5 Jahre in Polen lebt ?
Ist es jemand, der einen Großelternteil aus Polen hat ?
Ist es jemand, der einen Elternteil aus Polen hat ?
Ist es jemand, der polnische Eltern hat, aber im Ausland aufwächst ?
Ist es jemand, der ausländische Eltern hat und in Polen aufwächst ?
Ist es jemand, der sich einfach als Pole fühlt ?
Weißt ich bin hier geboren, hab aber trotzdem nur die polnische Staatsangehörigkeit, sprich fließend polnisch, fühl mich auch nur als Pole, aber in Polen bin ich für manche Pole, für manche nicht (so ganz) ;)
Ist immer die Frage, wär vor 2 - 3 Jahren ein Melikson erschienen und hätte gesagt, er möchte für Polen spielen, hätten wohl die Wenigsten wirklich etwas dagegen (hat ja immerhin ne polnische Ma);
nur dass im Moment eben diese Überfremdung in der Kadra anläuft, bei der sich die "polnischen Polen" ziemlich veräppelt fühlen dürften.
Und ich hab die Befürchtung, dass Smuda jeden einzelnen, der von außen dazugekommenen, Kadra-Spieler in den EM-Kader beruft, völlig unabhängig davon, in welcher Form sie sich gerade befinden werden.
Zitat von Jokus09:
Ich sags ja :rolleyes Wir werden in dieser Sache auf eine Stufe mit den Deutschen gestellt, herrlich :D Und das von seinem Vater lol
Traurig...Powoli to wszystko zaczyna mi latac kolo tylka....
Polska reprezentacja dla polakow!
Frage ist, wann ist man Pole ? ;)
Ist es jemand, der 5 Jahre in Polen lebt ?
Ist es jemand, der einen Großelternteil aus Polen hat ?
Ist es jemand, der einen Elternteil aus Polen hat ?
Ist es jemand, der polnische Eltern hat, aber im Ausland aufwächst ?
Ist es jemand, der ausländische Eltern hat und in Polen aufwächst ?
Ist es jemand, der sich einfach als Pole fühlt ?
Weißt ich bin hier geboren, hab aber trotzdem nur die polnische Staatsangehörigkeit, sprich fließend polnisch, fühl mich auch nur als Pole, aber in Polen bin ich für manche Pole, für manche nicht (so ganz) ;)
Ist immer die Frage, wär vor 2 - 3 Jahren ein Melikson erschienen und hätte gesagt, er möchte für Polen spielen, hätten wohl die Wenigsten wirklich etwas dagegen (hat ja immerhin ne polnische Ma);
nur dass im Moment eben diese Überfremdung in der Kadra anläuft, bei der sich die "polnischen Polen" ziemlich veräppelt fühlen dürften.
Und ich hab die Befürchtung, dass Smuda jeden einzelnen, der von außen dazugekommenen, Kadra-Spieler in den EM-Kader beruft, völlig unabhängig davon, in welcher Form sie sich gerade befinden werden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Jokus09 am 21.09.2011 um 18:47 Uhr bearbeitet
21.09.2011 - 19:17 Uhr
Zitat von Jokus09:
Frage ist, wann ist man Pole ? ;)
Ist es jemand, der 5 Jahre in Polen lebt ?
Ist es jemand, der einen Großelternteil aus Polen hat ?
Ist es jemand, der einen Elternteil aus Polen hat ?
Ist es jemand, der polnische Eltern hat, aber im Ausland aufwächst ?
Ist es jemand, der ausländische Eltern hat und in Polen aufwächst ?
Ist es jemand, der sich einfach als Pole fühlt ?
Sehr gute Fragen!
Das beste ist doch, dass diese Frage kaum zu beantworten ist. Wer hat das moralisch zu entscheiden, wer wann und durch was Pole ist?
Dazu betrifft diese Frage ja auch mehrere Ebenen. Da gibt es einmal die juistische. Hier ist es ganz klar geklärt, wer wann Pole ist und was ihn dazu macht und wann jemand Pole werden/sein darf.
Dann gibt es noch die gesellschaftliche Ebene. Je nachdem in welcher Gesellschaft du dich befindest, wird es anders gesehen. Bist du eher in einem liberalen Kreis? Eher in einem konservativen Kreis von Leuten? Da geht es aber dann auch nicht um die juristische Frage nach der Staatsangehörigkeit sondern um die Akzeptanz des gegenüber als Polen, aus deiner ganz persönlichen Sichtweise.
Nun bewegen wir uns aber noch, was den Fussball angeht, auf einer ganz anderen Ebene. Hier gilt sowohl erstmal die juristische Einschätzung, wie auch das Regelement des Dachverbandes, der ja auch in gewisser Weise festlegt, wer wann als Pole gilt und für diese Nationalmannschaft dann spielen darf oder eben nicht.
Wenn man sich mal die Geschichte anguckt, dann handelt es sich mittlerweile beim Fussball um Konkurrenz zweier Verbände untereinander. Es geht also eigentlich nicht mehr darum, wer ein "echter" Pole ist und darum, dass "echte" Polen gegen z.B. "echte" Deutsche spielen.
Es geht vielmehr darum, welcher Verband mit den gesetzlichen Mitteln (sowohl juristisches Gesetz, wie auch FIFA-Recht), die ihm zustehen, das bessere Team aufs Feld bringt.
Da gibt es dann die Länder, die sich mittlerweile fast ausschliesslich mit Spielern aufstellen, die von ihrem Verband ausgebildet wurden und dann die Länder (oder besser: Verbände, weil es kaum noch um Länder geht), die meinen darauf angewiesen zu sein oder es auch sind, durch Einbürgerung fremder Spieler bzw. verbandsfremder Spieler, die nur rein juristisch etwas mit diesem Land zu tun haben, sich verstärken zu können/müssen.
Die Frage nach der persönlichen oder gesellschaftlichen Akzeptanz einer Person als Pole (oder auch Deutscher, Finne, Russe etc.pp.) stellt sich im Zusammenhang mit der Nationalmannschaft im Grunde garnicht bzw. ist insofern uninteressant, dass sie für die Berechtigung spielen zu dürfen uneheblich ist.
Wichtig wird diese Frage erst, wenn die Akzeptanz bei den Fans durch solche Einbürgerungen verloren geht. Dann stellt sich nur die Frage, wie der Verband damit umgeht. Und das werden wir wohl schon bald erfahren dürfen. ;)
Zitat
nur dass im Moment eben diese Überfremdung in der Kadra anläuft, bei der sich die "polnischen Polen" ziemlich veräppelt fühlen dürften.
Und ich hab die Befürchtung, dass Smuda jeden einzelnen, der von außen dazugekommenden, Kadra-Spieler in den EM-Kader beruft, völlig unabhängig davon, in welcher Form sie sich gerade befinden werden.
Man muss sich halt auch die Frage stellen, was man will.
- will ich eine starke Kadra, egal wie? auch wenn ich mich nicht mit ihr indentifizieren kann
- will ich eine starke Kadra durch starke und gute Verbandsarbeit und Ausbildungsarbeit? da muss ich aber auch realistisch sein und Unzulänglichkeiten erkennen und gegebenenfalls auch akzeptieren, dass die Kadra nicht so stark ist, wie ich sie gerne hätte
- will ich eine gute Mischung? Also: halb so schlimm, wenn mal der ein oder anderen verbandsfremde Spieler für uns spielt! Dann muss ich aber auch akzeptieren, wen der Verband bzw. der Trainer für stark genug hält
- will ich eine "Blut"-Kadra? Also: wenn schon jemand verbandsfremdes für uns spielt, dann soll er wenigstens eine Oma oder einen Opa aus Polen haben (da stellt sich nur die Frage: Reicht ein Opa oder eine Oma schon? Oder sollte es doch lieber halb/halb aufgeteilt sein, als mind. eine ganze Seite der Mutter oder des Vater aus Polen?)
Was der PZPN will, das wissen wir jetzt. Er hat Panik und ist bereit alles zu nehmen, was rein juristisch als Pole angesehen werden kann.
Aber was wollen wir Fans? Wollen überhaupt alle Fans das gleiche?
Allein hier laufen genug Leute rum, die in den verschiedensten Threads unterschiedlicher Auffassung sind. Da wird ein Acquafresca gefordert, aber ein Perquis oder Melikson nicht gewollt. Da findet man in Skandinavien oder Nordamerika ein Talent, dass peripher etwas mit Polen zu tun hat und will, dass man sich das mal anschaut. Jemand aber, den der Trainer in der NM sieht und für eine Qualitätssteigerung hält, möchte man wieder nicht.
Wir Fans sollten uns also auch enscheiden, was wir wollen und genau danach handeln und darin dann auch konsequent sein.
Frage ist, wann ist man Pole ? ;)
Ist es jemand, der 5 Jahre in Polen lebt ?
Ist es jemand, der einen Großelternteil aus Polen hat ?
Ist es jemand, der einen Elternteil aus Polen hat ?
Ist es jemand, der polnische Eltern hat, aber im Ausland aufwächst ?
Ist es jemand, der ausländische Eltern hat und in Polen aufwächst ?
Ist es jemand, der sich einfach als Pole fühlt ?
Sehr gute Fragen!
Das beste ist doch, dass diese Frage kaum zu beantworten ist. Wer hat das moralisch zu entscheiden, wer wann und durch was Pole ist?
Dazu betrifft diese Frage ja auch mehrere Ebenen. Da gibt es einmal die juistische. Hier ist es ganz klar geklärt, wer wann Pole ist und was ihn dazu macht und wann jemand Pole werden/sein darf.
Dann gibt es noch die gesellschaftliche Ebene. Je nachdem in welcher Gesellschaft du dich befindest, wird es anders gesehen. Bist du eher in einem liberalen Kreis? Eher in einem konservativen Kreis von Leuten? Da geht es aber dann auch nicht um die juristische Frage nach der Staatsangehörigkeit sondern um die Akzeptanz des gegenüber als Polen, aus deiner ganz persönlichen Sichtweise.
Nun bewegen wir uns aber noch, was den Fussball angeht, auf einer ganz anderen Ebene. Hier gilt sowohl erstmal die juristische Einschätzung, wie auch das Regelement des Dachverbandes, der ja auch in gewisser Weise festlegt, wer wann als Pole gilt und für diese Nationalmannschaft dann spielen darf oder eben nicht.
Wenn man sich mal die Geschichte anguckt, dann handelt es sich mittlerweile beim Fussball um Konkurrenz zweier Verbände untereinander. Es geht also eigentlich nicht mehr darum, wer ein "echter" Pole ist und darum, dass "echte" Polen gegen z.B. "echte" Deutsche spielen.
Es geht vielmehr darum, welcher Verband mit den gesetzlichen Mitteln (sowohl juristisches Gesetz, wie auch FIFA-Recht), die ihm zustehen, das bessere Team aufs Feld bringt.
Da gibt es dann die Länder, die sich mittlerweile fast ausschliesslich mit Spielern aufstellen, die von ihrem Verband ausgebildet wurden und dann die Länder (oder besser: Verbände, weil es kaum noch um Länder geht), die meinen darauf angewiesen zu sein oder es auch sind, durch Einbürgerung fremder Spieler bzw. verbandsfremder Spieler, die nur rein juristisch etwas mit diesem Land zu tun haben, sich verstärken zu können/müssen.
Die Frage nach der persönlichen oder gesellschaftlichen Akzeptanz einer Person als Pole (oder auch Deutscher, Finne, Russe etc.pp.) stellt sich im Zusammenhang mit der Nationalmannschaft im Grunde garnicht bzw. ist insofern uninteressant, dass sie für die Berechtigung spielen zu dürfen uneheblich ist.
Wichtig wird diese Frage erst, wenn die Akzeptanz bei den Fans durch solche Einbürgerungen verloren geht. Dann stellt sich nur die Frage, wie der Verband damit umgeht. Und das werden wir wohl schon bald erfahren dürfen. ;)
Zitat
nur dass im Moment eben diese Überfremdung in der Kadra anläuft, bei der sich die "polnischen Polen" ziemlich veräppelt fühlen dürften.
Und ich hab die Befürchtung, dass Smuda jeden einzelnen, der von außen dazugekommenden, Kadra-Spieler in den EM-Kader beruft, völlig unabhängig davon, in welcher Form sie sich gerade befinden werden.
Man muss sich halt auch die Frage stellen, was man will.
- will ich eine starke Kadra, egal wie? auch wenn ich mich nicht mit ihr indentifizieren kann
- will ich eine starke Kadra durch starke und gute Verbandsarbeit und Ausbildungsarbeit? da muss ich aber auch realistisch sein und Unzulänglichkeiten erkennen und gegebenenfalls auch akzeptieren, dass die Kadra nicht so stark ist, wie ich sie gerne hätte
- will ich eine gute Mischung? Also: halb so schlimm, wenn mal der ein oder anderen verbandsfremde Spieler für uns spielt! Dann muss ich aber auch akzeptieren, wen der Verband bzw. der Trainer für stark genug hält
- will ich eine "Blut"-Kadra? Also: wenn schon jemand verbandsfremdes für uns spielt, dann soll er wenigstens eine Oma oder einen Opa aus Polen haben (da stellt sich nur die Frage: Reicht ein Opa oder eine Oma schon? Oder sollte es doch lieber halb/halb aufgeteilt sein, als mind. eine ganze Seite der Mutter oder des Vater aus Polen?)
Was der PZPN will, das wissen wir jetzt. Er hat Panik und ist bereit alles zu nehmen, was rein juristisch als Pole angesehen werden kann.
Aber was wollen wir Fans? Wollen überhaupt alle Fans das gleiche?
Allein hier laufen genug Leute rum, die in den verschiedensten Threads unterschiedlicher Auffassung sind. Da wird ein Acquafresca gefordert, aber ein Perquis oder Melikson nicht gewollt. Da findet man in Skandinavien oder Nordamerika ein Talent, dass peripher etwas mit Polen zu tun hat und will, dass man sich das mal anschaut. Jemand aber, den der Trainer in der NM sieht und für eine Qualitätssteigerung hält, möchte man wieder nicht.
Wir Fans sollten uns also auch enscheiden, was wir wollen und genau danach handeln und darin dann auch konsequent sein.
24.09.2011 - 01:09 Uhr
Also ich kenne jetzt fast nur Leute in Polen, die studieren bzw. gerade mit dem Studium fertig werden.
Und die miesten von ihnen sind doch recht liberal eingestellt. Tendieren in den Wahlen (geringeres Übel!!) eher zur PO.
Die Einstellung gegenüber anderes Denkenden und Lebenden (z.B. Schwulen ist völlig neutral). Sie sind offen gegenüber anderen Nationen, reisen viel durch die Welt (auch in islamische Länder) und haben eine sehr positive Einstellung gegenüber anderen. Schwule werden akzeptiert (ich selbst kenne hier in Polen 2 Schwule, die mit uns Party machen gehen und deren sexelle Orientierung niemanden interessiert), die wird Kirche nicht ganz so ernst genommen, wie sich viele der Priester, Bischöfe etc. selbst halten. Im Grunde in dieser Schicht der Gesellschaft nicht viel anders als der Großteil der Leute, die ich in Deutschland kenne. Sie haben ihre eigenen Sorgen und nicht die der Kirche oder irgendwelcher hardcore-konservativer Leute in der Politik.
Diese Leute sind tortz aller Geschichte auch dazu in der Lage, differenziert auf die Beziheung und Geschehnisse zwischen Polen und Russland zu schauen. Natürlich gibt es da auch negative Seiten, die sind aber rein obejktiv auch nicht bestreitbar.
Auch Smolensk wird von den meisten als trauriger Zwischenfall gesehen, der nunmal jetzt ein Teil unserer Geschichte ist. Die Heroisierung einzelner Leute, die diesem Unfall zum Opfer fielen, findet nicht statt, wie in in einigen Medien. Auch wenn es sicherlich auch Leute gibt, die gerne Verschwörungstheoren stricken, so geht doch der Mehrheit der Leute, die ich kenne, die fehlende klare Aufklärung und Zuschiebung beider Seiten der Schuld mehr gegen den Strich, als jetzt irgendjemandem den alleinigen "schwarzen Peter" zu zuschieben.
Trotz aller zur Gänze ungeklärter und unaufgearbeiteter Geschichte zwischen Polen und Russland, ist den meisten die Wichtigkeit einer guten Beziehung zu Russland (allein schon aus wirtschaftlichen Gründen) bewusst. Dennoch will man den wichtigsten Teil dieser Geschichte auch irgendwann aufgearbeitet wissen.
Wie es in ländlicheren und ungebildeteren Teilen Polens ausschaut kann ich leider kaum beurteilen.
Und die miesten von ihnen sind doch recht liberal eingestellt. Tendieren in den Wahlen (geringeres Übel!!) eher zur PO.
Die Einstellung gegenüber anderes Denkenden und Lebenden (z.B. Schwulen ist völlig neutral). Sie sind offen gegenüber anderen Nationen, reisen viel durch die Welt (auch in islamische Länder) und haben eine sehr positive Einstellung gegenüber anderen. Schwule werden akzeptiert (ich selbst kenne hier in Polen 2 Schwule, die mit uns Party machen gehen und deren sexelle Orientierung niemanden interessiert), die wird Kirche nicht ganz so ernst genommen, wie sich viele der Priester, Bischöfe etc. selbst halten. Im Grunde in dieser Schicht der Gesellschaft nicht viel anders als der Großteil der Leute, die ich in Deutschland kenne. Sie haben ihre eigenen Sorgen und nicht die der Kirche oder irgendwelcher hardcore-konservativer Leute in der Politik.
Diese Leute sind tortz aller Geschichte auch dazu in der Lage, differenziert auf die Beziheung und Geschehnisse zwischen Polen und Russland zu schauen. Natürlich gibt es da auch negative Seiten, die sind aber rein obejktiv auch nicht bestreitbar.
Auch Smolensk wird von den meisten als trauriger Zwischenfall gesehen, der nunmal jetzt ein Teil unserer Geschichte ist. Die Heroisierung einzelner Leute, die diesem Unfall zum Opfer fielen, findet nicht statt, wie in in einigen Medien. Auch wenn es sicherlich auch Leute gibt, die gerne Verschwörungstheoren stricken, so geht doch der Mehrheit der Leute, die ich kenne, die fehlende klare Aufklärung und Zuschiebung beider Seiten der Schuld mehr gegen den Strich, als jetzt irgendjemandem den alleinigen "schwarzen Peter" zu zuschieben.
Trotz aller zur Gänze ungeklärter und unaufgearbeiteter Geschichte zwischen Polen und Russland, ist den meisten die Wichtigkeit einer guten Beziehung zu Russland (allein schon aus wirtschaftlichen Gründen) bewusst. Dennoch will man den wichtigsten Teil dieser Geschichte auch irgendwann aufgearbeitet wissen.
Wie es in ländlicheren und ungebildeteren Teilen Polens ausschaut kann ich leider kaum beurteilen.
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