BVB & Werder mit einfachstem Restprogramm in oberer Tabellenhälfte – Hoffnung für Heidenheim
Die Bundesliga biegt auf die Zielgerade ein – vier Spieltage stehen noch aus. Während der FC Bayern auf seine 34. Meisterschaft zusteuert, spitzt sich im Tabellenkeller das Rennen um den Relegationsrang zu. Viel Spannung ist noch im Kampf um Europa geboten. Transfermarkt gibt einen Überblick über das Restprogramm der Bundesligisten.

Die beste Form an den letzten fünf Spieltagen zeigte Werder Bremen, das zuletzt viermal in Folge gewann und auf Platz acht kletterte. Ein Blick auf die kommenden Gegner dürfte die Euphorie bei den Fans der Grün-Weißen weiter steigen lassen, denn mit dem FC St. Pauli, Union Berlin und dem 1. FC Heidenheim sind drei der vier nächsten Kontrahenten weit hinter den Hanseaten platziert. Hinzu kommt der aktuelle Vierte RB Leipzig, der am vorletzten Spieltag wartet – als Durchschnittsrang macht das 11,75 und damit zahlenmäßig ein eher leichteres Restprogramm.
Kapitän Marco Friedl hätte nichts gegen zusätzliche Spiele in der kommenden Saison einzuwenden. „Ich habe ja immer gesagt, dass ich mir schon wünsche, dass wir uns in den nächsten Jahren so aufstellen, um wieder um höhere Ziele mitzuspielen.“ Denn für ihn gehöre Werder dorthin: „Dass es Flutlichtspiele unter der Woche gibt. Dass hier große Mannschaften herkommen. Ich glaube, dass der Verein das Zeug dazu hat, wenn wir und drumherum alle einen guten Job machen.“
Um sicher mit Europa planen zu können, sollte Werder mindestens Sechster werden. Denn nur, wenn der VfB Stuttgart den DFB-Pokal gewinnt und selbst unter die Top-6 kommt, würde auch der siebte Platz zur Teilnahme an der Conference League berechtigen. Die Schwaben (Durchschnittsrang Gegner: 11,00) haben aktuell aber sechs Punkte Rückstand auf den auf Rang sechs liegenden 1. FSV Mainz 05, auf den zusammen mit den Leipzigern das schwerste Restprogramm wartet (5,75).
BVB will noch in die Champions League
Im besten Fall um die Champions League kämpft weiterhin Borussia Dortmund, das sich unter Trainer Niko Kovac stark verbessert zeigt. Als Elfter hatte er die Schwarz-Gelben übernommen, mittlerweile sind sie Siebter. Zwei Punkte fehlen auf den sechsten Platz, der in die Conference League führen würde, drei auf den fünften Rang, der zur Teilnahme an der Europa League berechtigt. Von der Königsklasse, in deren Finale die Dortmunder vergangene Saison noch gestanden hatten, sind sie vier Zähler entfernt.
Beim Vergleich der verbleibenden Partien wartet auf die Dortmunder neben den Bremern das mutmaßlich einfachste Restprogramm aller Klubs in der oberen Tabellenhälfte mit einem Durchschnittsrang von 11,75; TSG Hoffenheim, VfL Wolfsburg, Bayer Leverkusen und Holstein Kiel. „Wir wollen jedes Spiel als ein Finale sehen“, betonte Sportdirektor Sebastian Kehl, der genau weiß, wie wichtig die Einnahmen aus der Champions League für den Verein wären. Bei allen aktuell vor den Dortmundern liegenden Teams haben die restlichen Kontrahenten im Schnitt einen einstelligen Tabellenplatz.
Der Meisterschaftskampf steht derweil vor der vorzeitigen Entscheidung. Schon am Samstag kann der FC Bayern den Titel klarmachen, wenn die Münchner gegen Mainz gewinnen und Leverkusen gleichzeitig kein Sieg gegen den FC Augsburg gelingt. Sollte es um eine weitere Woche vertagt werden, würde dann auf Bayern Leipzig warten und auf Bayer 04 der SC Freiburg. Der durchschnittliche Platz ihrer Restgegner liegt auf einem ähnlichen Niveau mit 8,50 zu 7,00.
Kampf um Klassenerhalt entschieden? Heidenheim hofft auf Relegation
Im Kampf um den Klassenerhalt scheinen Hoffenheim und St. Pauli auf Platz 15 und 14 bereits sicher zu sein, auch wenn ein schwereres Restprogramm auf beide wartet (Durchschnittsrang Gegner der TSG: 7,25, bei St. Pauli 9,75). Acht Punkte beträgt jeweils der Vorsprung auf den 1. FC Heidenheim auf dem Relegationsrang. Der FCH kann sich hingegen Hoffnung machen, seinen Platz bis zum Ende zu verteidigen und über zwei Extra-Spiele die Klasse zu halten, da die Mannschaft von Frank Schmidt nach Union Berlin (12,75) das ligaweit einfachste Restprogramm hat. „Jetzt kommen die Spiele, in denen es für uns um alles geht“, sagte Schmidt. Stuttgart, der VfL Bochum, die Eisernen und Werder haben im Schnitt einen Tabellenplatz von 12,25.
Diesen Wert weisen auch die restlichen Gegner der Bochumer auf, die zwei Punkte hinter Heidenheim liegen. Auf die Schützlinge von Dieter Hecking warten neben dem direkten Duell mit dem FCH noch Union, Mainz und St. Pauli. Vermeintlich härter wird es für das aktuelle Schlusslicht Holstein Kiel. Die Störche, wiederum einen Zähler hinter Bochum liegend, bekommen es noch mit Gladbach, Augsburg, Freiburg und Dortmund zu tun mit einem Durchschnittsrang von 7,75.
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St. Pauli ist rechnerisch noch nicht durch, die müssen Punkten. Auch Heidenheim braucht Siege, um wenigstens die Relegation einzutüten. Und Leipzig kämpft um die CL. Und Union ist mittlerweile wieder unangenehm zu bespielen.
Dortmund muss gegen Hoffenheim Ran, das hat man am Ende der Saison in den letzten Jahre immer wenig geglänzt. Leverkusen wird ums Prestige auch keine Punkte lassen wollen. Zumal es das letzte Heimspiel der Saison für Leverkusen sein sollte (evtl das letzte unter Alonso) naja und Kiel kämpft im Abstiegskampf.
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