André Schubert [Trainer]
08.08.2016 - 13:18 Uhr
16.09.2016 - 13:08 Uhr
Zitat von Spozzfreund
Hab ja häufiger Schwierigkeiten mit Deinen Posts, aber der ist für mich absolut ok und größtenteils inhaltlich nachvollziehbar. Muss man ja auch mal sagen.
Aber ich hake mal nach :
Verstehe ich es richtig, Dein Hauptkritikpunkt an Schubert ist die fehlende Festlegung auf ein eingetrichtertes System und die Einübung mehrerer Alternativen, von denen aber keins so richtig funktioniert, wenn der Gegner Probleme macht? Das leuchtet mir von der Logik nicht so richtig ein. Wenn ich nur ein System kann und der Gegner mir dann Probleme bereitet, was mache ich denn dann? Alternativen habe ich ja nicht eingeübt. Wenn ich nur ein System kann, hat es der Gegner natürlich leichter, sich darauf einzustellen, weil er weiß, was ihn erwartet. Dann ist es doch viel wahrscheinlicher, dass er mir Probleme bereiten kann, oder nicht? Ich sehe die Flexibilität, sowohl was System als auch Personen angeht, als eine der größten Weiterentwicklungen und Verbesserungen.
Wenn auch - wie Du konstatierst - letztes Jahr weniger Hurra, weniger Harakiri (was auch immer das ist) möglich war, warum zweifelst Du heute daran, dass es dieses Jahr auch möglich ist? Gegen City waren wir wohl zu forsch, das lasse ich gelten (aber auch nur unter dem Aspekt, dass man hinterher klüger ist). Aber sonst? Warum hast Du nach einem Spiel Zweifel daran?
Die Unterstellung in dem letzten zitierten Satz, dass nicht die Erfolgswahrscheinlichkeit oberstes Ziel der Spielvorbereitung war, lässt mich an Deiner Bereitschaft zu einem sachlichen Umgang mit der Personalie Schubert zweifeln.
Hab ja häufiger Schwierigkeiten mit Deinen Posts, aber der ist für mich absolut ok und größtenteils inhaltlich nachvollziehbar. Muss man ja auch mal sagen.
Aber ich hake mal nach :
Verstehe ich es richtig, Dein Hauptkritikpunkt an Schubert ist die fehlende Festlegung auf ein eingetrichtertes System und die Einübung mehrerer Alternativen, von denen aber keins so richtig funktioniert, wenn der Gegner Probleme macht? Das leuchtet mir von der Logik nicht so richtig ein. Wenn ich nur ein System kann und der Gegner mir dann Probleme bereitet, was mache ich denn dann? Alternativen habe ich ja nicht eingeübt. Wenn ich nur ein System kann, hat es der Gegner natürlich leichter, sich darauf einzustellen, weil er weiß, was ihn erwartet. Dann ist es doch viel wahrscheinlicher, dass er mir Probleme bereiten kann, oder nicht? Ich sehe die Flexibilität, sowohl was System als auch Personen angeht, als eine der größten Weiterentwicklungen und Verbesserungen.
Wenn auch - wie Du konstatierst - letztes Jahr weniger Hurra, weniger Harakiri (was auch immer das ist) möglich war, warum zweifelst Du heute daran, dass es dieses Jahr auch möglich ist? Gegen City waren wir wohl zu forsch, das lasse ich gelten (aber auch nur unter dem Aspekt, dass man hinterher klüger ist). Aber sonst? Warum hast Du nach einem Spiel Zweifel daran?
Die Unterstellung in dem letzten zitierten Satz, dass nicht die Erfolgswahrscheinlichkeit oberstes Ziel der Spielvorbereitung war, lässt mich an Deiner Bereitschaft zu einem sachlichen Umgang mit der Personalie Schubert zweifeln.

Danke.
Ich finde, daß man vor Variabilität erstmal etwas beherrschen und dann modifizieren sollte, um nicht gleichzeitig mehrere Baustellen zu haben, sondern ein Fundament, das man fortentwickeln kann.
Also quasi, daß man erst ein Haus und dann Seitenflügel anbaut, statt ein paar Häuser, zwischen denen vll. irgendwann einzelne Verbindungen entstehen.
Rein fachlich halte ich Schubert für durchaus gut und auch einigen in der Liga für überlegen. Entsprechend traue ich es ihm auch zu, ein System zu entwickeln, das zu den Spielern passt und erfolgversprechend ist. Dabei muss er sich dem Erfolgsdruck in Liga 1 beugen und darf den zweiten Schritt nicht vor dem ersten machen.
Als er übernahm konnte er nicht viel machen. Da gab es die viel zitierten Stellschrauben, das funktionierte prima und war von Eberl genau so von einem Favrenachfolger auch gewollt.
Mit dem neuen Vertrag kippte dann aber plötzlich vieles rabiat. Die defensive Balance ging schnell verloren, die Absicherung der AV durch je einen Sechser oder den Außenbahner jeweils vor ihnen war schnell weg. Die Ballstaffetten nach vorne und vorne wurden weniger, das Offensivspiel so geradliniger. Insgesamt ging auch relativ schnell die lange erarbeitete Breite des Spiels flöten. Unter Favre kamen wir zunächst viel über die Mitte, durch Einzelaktionen hier und da von außen. Das wurde langsam in beide Richtungen ausgedehnt. Nach Schuberts Änderungen gab es schnell eine Lastigkeit auf die Zentrale mit Blick auf meist nur noch eine der Außenbahnen und zügigem Einrücken der jeweils gegenüberliegenden Spieler. Oft nahm und nehme ich eine Reduzierung auf nur 2/3 der Feldbreite wahr oder es wird sogar noch enger und sehr mittig.
Das sind alles Dinge, die man machen kann, aber m.E. nicht zeitgleich machen sollte und die dann alte Stärken vor allem nicht häufig überlagern sollten. Die genannten Punkte nehme ich auch recht starr wahr, sodaß ich die nicht als Erweiterungen der Möglichkeiten sehe, sondern als Ersetzung früherer. Angesichts des Aspekts, daß das bis zu Zeitpunkt X nicht ausgereift sein kann (und vieles der alten gut funktionierte), ist das zunächst sogar ein Rückschritt in Flexibilität und Qualität.
Natürlich braucht man mit der Zeit mehrere Mittel. Welches, über das wir aktuell verfügen, hätte uns gegen City besser aussehen lassen? Ich meine nur eine Rückbesinnung auf alte Tugenden, die aber für Schubert scheinbar nicht mehr relevant sind, sonst könnten wir die sehen?!
Bei den aktuell probierten Varianten sehe ich ohne nennenswerte Änderungen keine Möglichkeit und genau hierin auch das Problem.
Daneben scheint mir diese Systemfrage allerdings auch etwas verquer wahrgenommen. Je nach Umsetzung ist es dem Gegner völlig egal, ob man im 4-4-2, 4-3-3 oder sonstwie daherkommt. Solange wir das nicht halbwegs beherrschen und die jeweiligen Vorteile nutzen können, sind das Zahlenspielchen, die nur dem Gegner nutzen.
Favres Grundausrichtung war steif, die Umsetzung aber nicht. Wir waren damit lange weder gut zu bespielen noch gut ausrechenbar. Trotz des frühen Unkens der Entschlüsselung.
Passend dazu ein Zitat Favres zur EM:
"Wissen Sie, warum Italien mit drei Innenverteidigern in einer Fünferkette spielt? Weil sie mit ihren Spielern unfähig sind, in einer Viererkette zu verteidigen"
Der Unterschied: wir probieren die Viererkette trotzdem (sinnübertragend).
Ich habe keinen Zweifel daran, daß das an sich möglich ist. Ich habe nur Zweifel daran, daß etwas in der Richtung getan wird solange die Erkenntnis, daß die Spieler damit noch überfordert (ein Teil vll. sogar gänzlich außer Stande) sind, nicht kommt oder übergangen wird.
Die Bereitschaft habe ich absolut, sogar den unbedingten Willen und finde den Gedanken auch nicht unsachlich.
Abgeleitet habe ich ihn einerseits aus Aussagen Schuberts, die sinngemäß an die aus früheren Bremer Zeiten erinnern: Hurra-Fußball, Unterhaltung für alle Beteiligten, lieber 4:3 als 1:0, etc.. Durchaus auch ein wenig aus der, daß er keinen Profifußball zu seinem Glück bräuchte, was in Verbindung mit den Punkten hiervor und gleich in sich schlüssig ist in einer gewissen Betrachtung.
Dazu auch Schuberts Umgang mit den Spielern zum Teil (so etwa das Beklatschen wenig aussichtsreicher Versuche auch beim x-ten Mal).
Desweiteren leite ich das aus diversen schwerlich nachvollziehbaren Aufstellungen, ausgebliebenen Änderungen, personellen Entscheidungen, Herangehensweisen an völlig unterschiedliche Spiele und wiederholte Unfähigkeit unserer Jungs, mit vorab erwartbarem Spiel des jeweiligen Gegners fertig zu werden.
Natürlich hat er als Hauptverantwortlicher aus der Position heraus zu allem das recht. Hier und da überschreitet das jedoch vernünftige Grenzen und wenn ich da nach Ursachen suche, empfinde ich die vermutete als die wahrscheinlichste.
Das wäre sogar auch noch sein gutes Recht, nur nicht sonderlich zukunftsträchtig, gerade bei Borussia.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Apfelstrudel am 16.09.2016 um 13:14 Uhr bearbeitet
16.09.2016 - 19:03 Uhr
bei mir ist auch ungläubiges kopfschütteln. hier wird auf mehreren seiten die spielweise des teams seziert, werden grobe mängel in der taktik aufgedeckt, offensichtliche lösungen bereitgestellt, trainer und/oder sportdirektor als unfähig dargestellt und vieles mehr. all das mit einer totalen klarheit und überzeugung, manchmal gepaart mit kompletten unverständnis, warum denn die leitenden personen im verein das alles nicht selber sehen.
ich würde meine nächste fragen gerne unpolemisch formulieren, aber es gelingt mir nicht richtig, also denkt sie euch bitte so unpolemisch wie möglich:
wer seid ihr ? was macht ihr beruflich ? woher kommt euer großer fußballsachverstand ? glaubt ihr, dass ein unternehmen wie borussia mit einem jahresumsatz von 160 millionen nicht fachleute angestellt hat, die all diese dinge ansprechen, diskutieren und gegeneinander abwägen, die hier geschrieben werden ? leute, die nicht nur gegnerische teams analysieren, sondern auch das eigene ? leute, die jede einzelne entscheidung von schubert registrieren, bewerten und mit ihm regelmäßig gespräche führen ? denkt ihr, in solch einem unternehmen kann eine person in einer leitungsfunktion wie schubert monatelang durchkommen mit beurteilungen wie "beratungsresistent", "das begreift er eh nicht", etc ? und, falls es solche leute tatsächlich nicht im verein geben sollte, warum scoutet eberl nicht hier in diesem forum richtig schlaue leute, die diesem trainer, der seinen trainerschein anscheinend im duplo gefunden hat, mal richtig sagen, wo der hase langläuft ?
ich spüre eine gewisse sucht, all diese ausführungen hier immer wieder zu lesen, bin fasziniert (wirklich !) von den detaillierten beobachtungen über die bewegungen auf dem spielfeld, die einige hier sehen und anschaulich beschreiben können. das ist wunderbar, sie alle sehen mehr als ich, es könnte einen interessanten austausch geben über das gesehene. was ich nicht verstehe, ist die haltung von einigen, die denken, im verein arbeiten nur schwachmaten, die die offensichtlichsten dinge nicht sehen und wenn sie sie doch sehen, nichts dagegen unternehmen. ich bin mir sicher, dort arbeiten leute, die haben noch ganz andere möglichkeiten der analyse als eine dauerkarte oder ein sky-abo. und die haben mehr zeit, sich mit dem thema zu beschäftigen, allein, weil es ihr beruf ist. was die denken und wie die über die spiele reden, das würde mich wirklich interessieren. wahrscheinlich sind sie konstruktiver als viele, die hier schreiben. vielleicht ist das auch der grund, warum sie da arbeiten und nicht hier schreiben.
vielleicht liege ich aber auch komplett falsch und die, die hier schreiben, sollten besser dort arbeiten. oder sogar schubert ersetzen. ich würde mal ne runde duplo schmeißen.
und morgen schön mit harakiri-taktik bremen aus dem stadion schießen. ich freu mich schon.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von frare am 16.09.2016 um 19:04 Uhr bearbeitet
16.09.2016 - 20:08 Uhr
Zitat von frare
bei mir ist auch ungläubiges kopfschütteln. hier wird auf mehreren seiten die spielweise des teams seziert, werden grobe mängel in der taktik aufgedeckt, offensichtliche lösungen bereitgestellt, trainer und/oder sportdirektor als unfähig dargestellt und vieles mehr. all das mit einer totalen klarheit und überzeugung, manchmal gepaart mit kompletten unverständnis, warum denn die leitenden personen im verein das alles nicht selber sehen.
ich würde meine nächste fragen gerne unpolemisch formulieren, aber es gelingt mir nicht richtig, also denkt sie euch bitte so unpolemisch wie möglich:
wer seid ihr ? was macht ihr beruflich ? woher kommt euer großer fußballsachverstand ? glaubt ihr, dass ein unternehmen wie borussia mit einem jahresumsatz von 160 millionen nicht fachleute angestellt hat, die all diese dinge ansprechen, diskutieren und gegeneinander abwägen, die hier geschrieben werden ? leute, die nicht nur gegnerische teams analysieren, sondern auch das eigene ? leute, die jede einzelne entscheidung von schubert registrieren, bewerten und mit ihm regelmäßig gespräche führen ? denkt ihr, in solch einem unternehmen kann eine person in einer leitungsfunktion wie schubert monatelang durchkommen mit beurteilungen wie "beratungsresistent", "das begreift er eh nicht", etc ? und, falls es solche leute tatsächlich nicht im verein geben sollte, warum scoutet eberl nicht hier in diesem forum richtig schlaue leute, die diesem trainer, der seinen trainerschein anscheinend im duplo gefunden hat, mal richtig sagen, wo der hase langläuft ?
ich spüre eine gewisse sucht, all diese ausführungen hier immer wieder zu lesen, bin fasziniert (wirklich !) von den detaillierten beobachtungen über die bewegungen auf dem spielfeld, die einige hier sehen und anschaulich beschreiben können. das ist wunderbar, sie alle sehen mehr als ich, es könnte einen interessanten austausch geben über das gesehene. was ich nicht verstehe, ist die haltung von einigen, die denken, im verein arbeiten nur schwachmaten, die die offensichtlichsten dinge nicht sehen und wenn sie sie doch sehen, nichts dagegen unternehmen. ich bin mir sicher, dort arbeiten leute, die haben noch ganz andere möglichkeiten der analyse als eine dauerkarte oder ein sky-abo. und die haben mehr zeit, sich mit dem thema zu beschäftigen, allein, weil es ihr beruf ist. was die denken und wie die über die spiele reden, das würde mich wirklich interessieren. wahrscheinlich sind sie konstruktiver als viele, die hier schreiben. vielleicht ist das auch der grund, warum sie da arbeiten und nicht hier schreiben.
vielleicht liege ich aber auch komplett falsch und die, die hier schreiben, sollten besser dort arbeiten. oder sogar schubert ersetzen. ich würde mal ne runde duplo schmeißen.
und morgen schön mit harakiri-taktik bremen aus dem stadion schießen. ich freu mich schon.
bei mir ist auch ungläubiges kopfschütteln. hier wird auf mehreren seiten die spielweise des teams seziert, werden grobe mängel in der taktik aufgedeckt, offensichtliche lösungen bereitgestellt, trainer und/oder sportdirektor als unfähig dargestellt und vieles mehr. all das mit einer totalen klarheit und überzeugung, manchmal gepaart mit kompletten unverständnis, warum denn die leitenden personen im verein das alles nicht selber sehen.
ich würde meine nächste fragen gerne unpolemisch formulieren, aber es gelingt mir nicht richtig, also denkt sie euch bitte so unpolemisch wie möglich:
wer seid ihr ? was macht ihr beruflich ? woher kommt euer großer fußballsachverstand ? glaubt ihr, dass ein unternehmen wie borussia mit einem jahresumsatz von 160 millionen nicht fachleute angestellt hat, die all diese dinge ansprechen, diskutieren und gegeneinander abwägen, die hier geschrieben werden ? leute, die nicht nur gegnerische teams analysieren, sondern auch das eigene ? leute, die jede einzelne entscheidung von schubert registrieren, bewerten und mit ihm regelmäßig gespräche führen ? denkt ihr, in solch einem unternehmen kann eine person in einer leitungsfunktion wie schubert monatelang durchkommen mit beurteilungen wie "beratungsresistent", "das begreift er eh nicht", etc ? und, falls es solche leute tatsächlich nicht im verein geben sollte, warum scoutet eberl nicht hier in diesem forum richtig schlaue leute, die diesem trainer, der seinen trainerschein anscheinend im duplo gefunden hat, mal richtig sagen, wo der hase langläuft ?
ich spüre eine gewisse sucht, all diese ausführungen hier immer wieder zu lesen, bin fasziniert (wirklich !) von den detaillierten beobachtungen über die bewegungen auf dem spielfeld, die einige hier sehen und anschaulich beschreiben können. das ist wunderbar, sie alle sehen mehr als ich, es könnte einen interessanten austausch geben über das gesehene. was ich nicht verstehe, ist die haltung von einigen, die denken, im verein arbeiten nur schwachmaten, die die offensichtlichsten dinge nicht sehen und wenn sie sie doch sehen, nichts dagegen unternehmen. ich bin mir sicher, dort arbeiten leute, die haben noch ganz andere möglichkeiten der analyse als eine dauerkarte oder ein sky-abo. und die haben mehr zeit, sich mit dem thema zu beschäftigen, allein, weil es ihr beruf ist. was die denken und wie die über die spiele reden, das würde mich wirklich interessieren. wahrscheinlich sind sie konstruktiver als viele, die hier schreiben. vielleicht ist das auch der grund, warum sie da arbeiten und nicht hier schreiben.
vielleicht liege ich aber auch komplett falsch und die, die hier schreiben, sollten besser dort arbeiten. oder sogar schubert ersetzen. ich würde mal ne runde duplo schmeißen.
und morgen schön mit harakiri-taktik bremen aus dem stadion schießen. ich freu mich schon.
Nun, deine Polemik mal rausgestrichen setzt deine Idee drei Dinge voraus:
- bei Borussia macht keiner Fehler bzw. trifft immer die jeweils bestmögliche Entscheidung und kann seine Persönlichkeit dabei völlig rausnehmen
- bei Borussia sind sich immer alle einig oder der, der fast immer richtig liegt/ die bestmögliche Entscheidung trifft, hat jeweils das letzte Wort
- bei Borussia werden Entscheidungen konsequent nur sachlich getroffen; das auch, weil es überhaupt möglich ist
Wird alles nicht zutreffen, musst du zugeben.
Vor allem beim dritten Punkt wird es spannend.
Ein deutscher Philosoph sagte mal: Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen.
Der Lügner rennt, wenn denn, sehenden Auges ins Messer und könnte kurz davor doch noch anhalten oder zumindest abbremsen.
Eberl war, mehrfach geäußert, überzeugt von Frontzeck, von de Jong, von Drmic, etc.
Natürlich lag er mit Einschätzungen oft gut. Aber eben nicht immer und das waren in manchen Fällen mehr als bloße Fehleinschätzungen. Denn einerseits gab es in den meisten dieser Fälle zu jedem Zeitpunkt nicht wenige Hinweise, daß da etwas nicht passt. Schlimmer noch: eben da bei Borussia kein Haufen von Dummköpfen arbeitet, wird man die - zumindest teilweise - auch gesehen haben. Warum wurde dennoch so gehandelt?
Imagepflege / Politik, Loyalität, Mangel an Alternative oder gar Varianten, ggf. auch ein (schwerlich auf menschlicher Ebene vorwerfbarer) Blick auf den eigenen Posten, und/oder...
Einen Teil davon sieht man auch in der Personalie Schubert. Laut Aussagen kam die Verpflichtung auf Empfehlung Virkus'; da der nunmal für den Nachwuchs zuständig ist und wir einen U23-Coach brauchten, dürfte das schwerlich ein Vorgriff auf den Favreabgang gewesen sein. Selbst wenn man es so verstanden hätte, hätte Eberl, hätte er Favres Abgang auch nur erahnt, direkt handeln müssen.
Zudem hieß es nur zu lange, daß es eine Interimslösung sei, man nach jemand anderem suche, die besten unter Vertrag seien, usw.
Ob die Diskussion darum, daß Eberl im Herbst und letzten Sommer lieber Weinzierl geholt hätte, auf Wahrheit basiert oder nicht: Eberl forderte von einem Nachfolger Aufbauen auf der mehrjährigen Arbeit davor. Ein sinnvolles Ansinnen, da konsequent übereinstimmend mit der Philosophie.
Anfänglich machte Schubert das auch, mit Unterzeichnen des Vertrags nicht mehr. Sollte Eberl seine Meinung wegen einer guten Saison wider die Philosophie geändert haben? Ich wüsste nicht wieso. Wenn wäre es inkonsequent und hinge zumindest auch an obigen Punkten. Wenn nicht hat er seine Meinung immernoch, nur daß er sie nicht durchdrückt, weil er es nicht kann (öffentlicher Druck, Imagepflege, keine Alternative, keine Lobby im Verein für diese Meinung, und/ oder ...) oder nicht will (womöglich auch hier einer oder mehrere vorgenannter Gründe, wenn denn, und/ oder ...).
Natürlich hat ein professionell geführter Verein viel bessere Möglichkeiten und viel mehr Zeit als wir hier, ein Spiel zu analysieren.
Es nun aber auch keine so hohe Wissenschaft festzustellen, daß bei uns viele Laufwege nicht stimmen, wir defensiv in gewissen Situationen seit Langem anfällig sind, jemand ein Formtief hat, usw.
Ursachen wie persönliche Probleme, schlechte Laktatwerte, ein schlechtes Verhältnis zum Trainer, etc. können wir hier freilich nicht sehen.
Auch wissen wir nicht, warum die Spieler derzeit solche Probleme mit der Anwendung haben (zu wenig Zeit, zu unclever, zu schlecht vermittelt, unpassend, wasauchimmer).
Aber wir können durchaus feststellen, daß sie derzeit solche Probleme haben.
Deine Abwertung der gesamten Fußballanhängerschaft ist mir übrigens auch viel zu pauschal.
Woher willst du wissen, daß hier nicht ein absoluter Rasenexperte ist, der nur nie Lust darauf hatte, seinen englischen Garten aufzugeben, um sich um ein paar Rechtechte zu kümmern? Vielleicht ist hier auch jemand, dem nur wegen fehlender Kontakte die Möglichkeit entgeht, der beste Jünter aller Zeiten zu werden? Womöglich gibt es hier absolut vernarrte Taktiker, die 10h am Tag Fußball-DVDs gucken und Gegnerstudien betreiben, das aber lieber im stillen Kämmerlein als unter beruflichem Druck und in Zusammenarbeit mit anderen machen?
Nur, weil wir keine Vertragsklauseln kennen, aktuelle (vll. mentale) Wehwehchen, wer sich mit wem versteht und wer nicht, kann hier doch durchaus mal einer oder können mehrere näher an der Wahrheit sein als jemand, der von Borussia für dessen Profession bezahlt wird.
Hälst du es tatsächlich für ausgeschlossen, daß sich Schubert mit der aktuellen Umsetzung des 3-5-2 für den Kader in dessen jetziger Form und Zusammensetzung in eine kühne Idee voller Überzeugung verrannt haben könnte?
Auch die Spieler dürften deine Aussagen einbeziehen. Erinnerst du dich an Meyers Spruch bzgl. der Intelligenz einiger? Du darfst hier schon einigen zutrauen, daß sie es ohne Fußballerkarriere weiter schaffen werden oder geschafft haben, als unter einer Brücke zu nächtigen oder HartzIV zu beziehen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Apfelstrudel am 16.09.2016 um 20:18 Uhr bearbeitet
17.09.2016 - 09:11 Uhr
Zitat von Antares
Grösserer Rahmen?
Ich lese da nur raus, dass alle Leute hier auf die du abzielst, keine Ahnung von Fussball haben und einfach mal die Fresse halten sollen ...
Finde ich nun alles andere als förderlich ..., aber bitte.
Hauptsache, die Prognose für morgen trifft zu ...
Zitat von frare
ich habe zweimal das wort "trainer" benutzt und sogar dreimal den namen "schubert", das sollte reichen, um mich für diesen thread zu qualifizieren.
ansonsten war mein anliegen, die hier stattfindenden diskussionen mal in einen größeren rahmen zu stellen.
ich habe zweimal das wort "trainer" benutzt und sogar dreimal den namen "schubert", das sollte reichen, um mich für diesen thread zu qualifizieren.
ansonsten war mein anliegen, die hier stattfindenden diskussionen mal in einen größeren rahmen zu stellen.
Grösserer Rahmen?
Ich lese da nur raus, dass alle Leute hier auf die du abzielst, keine Ahnung von Fussball haben und einfach mal die Fresse halten sollen ...
Finde ich nun alles andere als förderlich ..., aber bitte.
Hauptsache, die Prognose für morgen trifft zu ...
ja, tatsächlich ist das wichtigste das eintreffen meiner prognose.
ich wollte überhaupt nicht darauf abzielen, dass hier niemand ahnung von fußball hat. ich lese aus den posts sogar heraus, dass viele eine ganze menge ahnung von fußball haben, auf jeden fall mehr als ich. mir ging es mehr um die haltung. um den gestus, dass man die lösung hat und sich wundert und ärgert, dass die verantwortlichen im verein das nicht sehen. was sich am ende auf dem spielfeld zeigt, ist das ergebnis eines sehr koplexen vorlaufs, in den alles mögliche eingeht. offensichtliche dinge wie kaderplanung, taktische ausrichtung, spielerauswahl, etc. und für viele unsichtbare dinge wie stimmung innerhalb einer mannschaft, persönliche psychische oder familiäre situation einzelner spieler, etc.
das trainerteam ist viel näher an all diesen themen dran und daher nehmen auch viel mehr dinge einfluss auf die entscheidungen, die es tagtäglich zu treffen gilt. und deren ergebnis wir dann einmal die woche auf dem platz zu sehen bekommen. natürlich sind nicht alle diese entscheidungen richtig, oder aber kurzfristig nicht richtig. und wie immer kann man das leben nur rückwärts beurteilen, muss es aber vorwärts leben.
ein beispiel, das mir seit wochen im kopf herum geht kann vielleicht ein wenig veranschaulichen, was ich meine: hahn oder hazard ? wer soll spielen, gegen wen und wieviel ? man kann es von vielen dingen abhängig machen. von der allgemein gewählten taktik, vom jeweiligen gegner, von der aktuellen physischen und psychischen konstitution der spieler. möchte ich kontinuität und einspielen mit den nebenspielern ? möchte man anstrengungen dosieren wg. der vielen spiele ? braucht man eher ein "mentalitätsmonster" oder einen feingeist ? usw. so kann schubert für jedes spiel eine richtige oder falsche entscheidung treffen, im spiel dann noch mal, wenn er sich überlegt, ob, wann und wie er wechselt. langfristig könnte eine andere entscheidung aber etwas ganz anderes bewirken. so könnte vielleicht eine klare entscheidung pro hahn, der trotz weniger technischer möglichkeiten so viele tore macht, dass es wieder für die cl reicht. hazard frisst dann vielleicht seinen frust in sich rein und wechselt am ende der saison zu kv mechelen. oder aber eine klare entscheidung pro hazard, der durch das vertrauen, das er spürt gepaart mit kontinuierlicher spielpraxis endlich den nächsten schritt macht, vielleicht sogar einen noch größeren als erhofft und ein spieler wird, der in jedem spiel den unterschied machen kann. hahn wechselt dann vielleicht frustriert zu hoffenheim, weil wagner irgendwo anders richtig geld verdienen will.
die ausführungen langweilen wahrscheinlich schon jetzt ein wenig, obwohl ich nur einen kleinen teil der gedanken, die alleine ich mir gemacht habe zu papier gebracht habe. eigentlich ist allein diese frage noch komplexer, mit all den anderen fragen wird es noch ungleich unübersichtlicher und weniger planbar. wenn man das so akzeptiert, passt dazu nicht die haltung "ich weiß, wie es besser geht". es geht mir also mehr um den tonfall, in dem die beiträge geschrieben sind als um die inhaltlichen ausführungen. der tonfall richtet sich in diesen fällen gegen die verantwortlichen im verein, in anderen fällen gegen andere user. manchmal auch gegen beide gleichzeitig. beides schmälert meine freuda am lesen hier und erst recht am schreiben hier.
halten wir es also mit andi möller. hahn oder hazard ? hauptsache hattrick.
17.09.2016 - 09:37 Uhr
Zitat von Apfelstrudel
Nun, deine Polemik mal rausgestrichen setzt deine Idee drei Dinge voraus:
- bei Borussia macht keiner Fehler bzw. trifft immer die jeweils bestmögliche Entscheidung und kann seine Persönlichkeit dabei völlig rausnehmen
- bei Borussia sind sich immer alle einig oder der, der fast immer richtig liegt/ die bestmögliche Entscheidung trifft, hat jeweils das letzte Wort
- bei Borussia werden Entscheidungen konsequent nur sachlich getroffen; das auch, weil es überhaupt möglich ist
Wird alles nicht zutreffen, musst du zugeben.
Vor allem beim dritten Punkt wird es spannend.
Ein deutscher Philosoph sagte mal: Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen.
Der Lügner rennt, wenn denn, sehenden Auges ins Messer und könnte kurz davor doch noch anhalten oder zumindest abbremsen.
Eberl war, mehrfach geäußert, überzeugt von Frontzeck, von de Jong, von Drmic, etc.
Natürlich lag er mit Einschätzungen oft gut. Aber eben nicht immer und das waren in manchen Fällen mehr als bloße Fehleinschätzungen. Denn einerseits gab es in den meisten dieser Fälle zu jedem Zeitpunkt nicht wenige Hinweise, daß da etwas nicht passt. Schlimmer noch: eben da bei Borussia kein Haufen von Dummköpfen arbeitet, wird man die - zumindest teilweise - auch gesehen haben. Warum wurde dennoch so gehandelt?
Imagepflege / Politik, Loyalität, Mangel an Alternative oder gar Varianten, ggf. auch ein (schwerlich auf menschlicher Ebene vorwerfbarer) Blick auf den eigenen Posten, und/oder...
Einen Teil davon sieht man auch in der Personalie Schubert. Laut Aussagen kam die Verpflichtung auf Empfehlung Virkus'; da der nunmal für den Nachwuchs zuständig ist und wir einen U23-Coach brauchten, dürfte das schwerlich ein Vorgriff auf den Favreabgang gewesen sein. Selbst wenn man es so verstanden hätte, hätte Eberl, hätte er Favres Abgang auch nur erahnt, direkt handeln müssen.
Zudem hieß es nur zu lange, daß es eine Interimslösung sei, man nach jemand anderem suche, die besten unter Vertrag seien, usw.
Ob die Diskussion darum, daß Eberl im Herbst und letzten Sommer lieber Weinzierl geholt hätte, auf Wahrheit basiert oder nicht: Eberl forderte von einem Nachfolger Aufbauen auf der mehrjährigen Arbeit davor. Ein sinnvolles Ansinnen, da konsequent übereinstimmend mit der Philosophie.
Anfänglich machte Schubert das auch, mit Unterzeichnen des Vertrags nicht mehr. Sollte Eberl seine Meinung wegen einer guten Saison wider die Philosophie geändert haben? Ich wüsste nicht wieso. Wenn wäre es inkonsequent und hinge zumindest auch an obigen Punkten. Wenn nicht hat er seine Meinung immernoch, nur daß er sie nicht durchdrückt, weil er es nicht kann (öffentlicher Druck, Imagepflege, keine Alternative, keine Lobby im Verein für diese Meinung, und/ oder ...) oder nicht will (womöglich auch hier einer oder mehrere vorgenannter Gründe, wenn denn, und/ oder ...).
Natürlich hat ein professionell geführter Verein viel bessere Möglichkeiten und viel mehr Zeit als wir hier, ein Spiel zu analysieren.
Es nun aber auch keine so hohe Wissenschaft festzustellen, daß bei uns viele Laufwege nicht stimmen, wir defensiv in gewissen Situationen seit Langem anfällig sind, jemand ein Formtief hat, usw.
Ursachen wie persönliche Probleme, schlechte Laktatwerte, ein schlechtes Verhältnis zum Trainer, etc. können wir hier freilich nicht sehen.
Auch wissen wir nicht, warum die Spieler derzeit solche Probleme mit der Anwendung haben (zu wenig Zeit, zu unclever, zu schlecht vermittelt, unpassend, wasauchimmer).
Aber wir können durchaus feststellen, daß sie derzeit solche Probleme haben.
Deine Abwertung der gesamten Fußballanhängerschaft ist mir übrigens auch viel zu pauschal.
Woher willst du wissen, daß hier nicht ein absoluter Rasenexperte ist, der nur nie Lust darauf hatte, seinen englischen Garten aufzugeben, um sich um ein paar Rechtechte zu kümmern? Vielleicht ist hier auch jemand, dem nur wegen fehlender Kontakte die Möglichkeit entgeht, der beste Jünter aller Zeiten zu werden? Womöglich gibt es hier absolut vernarrte Taktiker, die 10h am Tag Fußball-DVDs gucken und Gegnerstudien betreiben, das aber lieber im stillen Kämmerlein als unter beruflichem Druck und in Zusammenarbeit mit anderen machen?
Nur, weil wir keine Vertragsklauseln kennen, aktuelle (vll. mentale) Wehwehchen, wer sich mit wem versteht und wer nicht, kann hier doch durchaus mal einer oder können mehrere näher an der Wahrheit sein als jemand, der von Borussia für dessen Profession bezahlt wird.
Hälst du es tatsächlich für ausgeschlossen, daß sich Schubert mit der aktuellen Umsetzung des 3-5-2 für den Kader in dessen jetziger Form und Zusammensetzung in eine kühne Idee voller Überzeugung verrannt haben könnte?
Auch die Spieler dürften deine Aussagen einbeziehen. Erinnerst du dich an Meyers Spruch bzgl. der Intelligenz einiger? Du darfst hier schon einigen zutrauen, daß sie es ohne Fußballerkarriere weiter schaffen werden oder geschafft haben, als unter einer Brücke zu nächtigen oder HartzIV zu beziehen.
Zitat von frare
bei mir ist auch ungläubiges kopfschütteln. hier wird auf mehreren seiten die spielweise des teams seziert, werden grobe mängel in der taktik aufgedeckt, offensichtliche lösungen bereitgestellt, trainer und/oder sportdirektor als unfähig dargestellt und vieles mehr. all das mit einer totalen klarheit und überzeugung, manchmal gepaart mit kompletten unverständnis, warum denn die leitenden personen im verein das alles nicht selber sehen.
ich würde meine nächste fragen gerne unpolemisch formulieren, aber es gelingt mir nicht richtig, also denkt sie euch bitte so unpolemisch wie möglich:
wer seid ihr ? was macht ihr beruflich ? woher kommt euer großer fußballsachverstand ? glaubt ihr, dass ein unternehmen wie borussia mit einem jahresumsatz von 160 millionen nicht fachleute angestellt hat, die all diese dinge ansprechen, diskutieren und gegeneinander abwägen, die hier geschrieben werden ? leute, die nicht nur gegnerische teams analysieren, sondern auch das eigene ? leute, die jede einzelne entscheidung von schubert registrieren, bewerten und mit ihm regelmäßig gespräche führen ? denkt ihr, in solch einem unternehmen kann eine person in einer leitungsfunktion wie schubert monatelang durchkommen mit beurteilungen wie "beratungsresistent", "das begreift er eh nicht", etc ? und, falls es solche leute tatsächlich nicht im verein geben sollte, warum scoutet eberl nicht hier in diesem forum richtig schlaue leute, die diesem trainer, der seinen trainerschein anscheinend im duplo gefunden hat, mal richtig sagen, wo der hase langläuft ?
ich spüre eine gewisse sucht, all diese ausführungen hier immer wieder zu lesen, bin fasziniert (wirklich !) von den detaillierten beobachtungen über die bewegungen auf dem spielfeld, die einige hier sehen und anschaulich beschreiben können. das ist wunderbar, sie alle sehen mehr als ich, es könnte einen interessanten austausch geben über das gesehene. was ich nicht verstehe, ist die haltung von einigen, die denken, im verein arbeiten nur schwachmaten, die die offensichtlichsten dinge nicht sehen und wenn sie sie doch sehen, nichts dagegen unternehmen. ich bin mir sicher, dort arbeiten leute, die haben noch ganz andere möglichkeiten der analyse als eine dauerkarte oder ein sky-abo. und die haben mehr zeit, sich mit dem thema zu beschäftigen, allein, weil es ihr beruf ist. was die denken und wie die über die spiele reden, das würde mich wirklich interessieren. wahrscheinlich sind sie konstruktiver als viele, die hier schreiben. vielleicht ist das auch der grund, warum sie da arbeiten und nicht hier schreiben.
vielleicht liege ich aber auch komplett falsch und die, die hier schreiben, sollten besser dort arbeiten. oder sogar schubert ersetzen. ich würde mal ne runde duplo schmeißen.
und morgen schön mit harakiri-taktik bremen aus dem stadion schießen. ich freu mich schon.
bei mir ist auch ungläubiges kopfschütteln. hier wird auf mehreren seiten die spielweise des teams seziert, werden grobe mängel in der taktik aufgedeckt, offensichtliche lösungen bereitgestellt, trainer und/oder sportdirektor als unfähig dargestellt und vieles mehr. all das mit einer totalen klarheit und überzeugung, manchmal gepaart mit kompletten unverständnis, warum denn die leitenden personen im verein das alles nicht selber sehen.
ich würde meine nächste fragen gerne unpolemisch formulieren, aber es gelingt mir nicht richtig, also denkt sie euch bitte so unpolemisch wie möglich:
wer seid ihr ? was macht ihr beruflich ? woher kommt euer großer fußballsachverstand ? glaubt ihr, dass ein unternehmen wie borussia mit einem jahresumsatz von 160 millionen nicht fachleute angestellt hat, die all diese dinge ansprechen, diskutieren und gegeneinander abwägen, die hier geschrieben werden ? leute, die nicht nur gegnerische teams analysieren, sondern auch das eigene ? leute, die jede einzelne entscheidung von schubert registrieren, bewerten und mit ihm regelmäßig gespräche führen ? denkt ihr, in solch einem unternehmen kann eine person in einer leitungsfunktion wie schubert monatelang durchkommen mit beurteilungen wie "beratungsresistent", "das begreift er eh nicht", etc ? und, falls es solche leute tatsächlich nicht im verein geben sollte, warum scoutet eberl nicht hier in diesem forum richtig schlaue leute, die diesem trainer, der seinen trainerschein anscheinend im duplo gefunden hat, mal richtig sagen, wo der hase langläuft ?
ich spüre eine gewisse sucht, all diese ausführungen hier immer wieder zu lesen, bin fasziniert (wirklich !) von den detaillierten beobachtungen über die bewegungen auf dem spielfeld, die einige hier sehen und anschaulich beschreiben können. das ist wunderbar, sie alle sehen mehr als ich, es könnte einen interessanten austausch geben über das gesehene. was ich nicht verstehe, ist die haltung von einigen, die denken, im verein arbeiten nur schwachmaten, die die offensichtlichsten dinge nicht sehen und wenn sie sie doch sehen, nichts dagegen unternehmen. ich bin mir sicher, dort arbeiten leute, die haben noch ganz andere möglichkeiten der analyse als eine dauerkarte oder ein sky-abo. und die haben mehr zeit, sich mit dem thema zu beschäftigen, allein, weil es ihr beruf ist. was die denken und wie die über die spiele reden, das würde mich wirklich interessieren. wahrscheinlich sind sie konstruktiver als viele, die hier schreiben. vielleicht ist das auch der grund, warum sie da arbeiten und nicht hier schreiben.
vielleicht liege ich aber auch komplett falsch und die, die hier schreiben, sollten besser dort arbeiten. oder sogar schubert ersetzen. ich würde mal ne runde duplo schmeißen.
und morgen schön mit harakiri-taktik bremen aus dem stadion schießen. ich freu mich schon.
Nun, deine Polemik mal rausgestrichen setzt deine Idee drei Dinge voraus:
- bei Borussia macht keiner Fehler bzw. trifft immer die jeweils bestmögliche Entscheidung und kann seine Persönlichkeit dabei völlig rausnehmen
- bei Borussia sind sich immer alle einig oder der, der fast immer richtig liegt/ die bestmögliche Entscheidung trifft, hat jeweils das letzte Wort
- bei Borussia werden Entscheidungen konsequent nur sachlich getroffen; das auch, weil es überhaupt möglich ist
Wird alles nicht zutreffen, musst du zugeben.
Vor allem beim dritten Punkt wird es spannend.
Ein deutscher Philosoph sagte mal: Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen.
Der Lügner rennt, wenn denn, sehenden Auges ins Messer und könnte kurz davor doch noch anhalten oder zumindest abbremsen.
Eberl war, mehrfach geäußert, überzeugt von Frontzeck, von de Jong, von Drmic, etc.
Natürlich lag er mit Einschätzungen oft gut. Aber eben nicht immer und das waren in manchen Fällen mehr als bloße Fehleinschätzungen. Denn einerseits gab es in den meisten dieser Fälle zu jedem Zeitpunkt nicht wenige Hinweise, daß da etwas nicht passt. Schlimmer noch: eben da bei Borussia kein Haufen von Dummköpfen arbeitet, wird man die - zumindest teilweise - auch gesehen haben. Warum wurde dennoch so gehandelt?
Imagepflege / Politik, Loyalität, Mangel an Alternative oder gar Varianten, ggf. auch ein (schwerlich auf menschlicher Ebene vorwerfbarer) Blick auf den eigenen Posten, und/oder...
Einen Teil davon sieht man auch in der Personalie Schubert. Laut Aussagen kam die Verpflichtung auf Empfehlung Virkus'; da der nunmal für den Nachwuchs zuständig ist und wir einen U23-Coach brauchten, dürfte das schwerlich ein Vorgriff auf den Favreabgang gewesen sein. Selbst wenn man es so verstanden hätte, hätte Eberl, hätte er Favres Abgang auch nur erahnt, direkt handeln müssen.
Zudem hieß es nur zu lange, daß es eine Interimslösung sei, man nach jemand anderem suche, die besten unter Vertrag seien, usw.
Ob die Diskussion darum, daß Eberl im Herbst und letzten Sommer lieber Weinzierl geholt hätte, auf Wahrheit basiert oder nicht: Eberl forderte von einem Nachfolger Aufbauen auf der mehrjährigen Arbeit davor. Ein sinnvolles Ansinnen, da konsequent übereinstimmend mit der Philosophie.
Anfänglich machte Schubert das auch, mit Unterzeichnen des Vertrags nicht mehr. Sollte Eberl seine Meinung wegen einer guten Saison wider die Philosophie geändert haben? Ich wüsste nicht wieso. Wenn wäre es inkonsequent und hinge zumindest auch an obigen Punkten. Wenn nicht hat er seine Meinung immernoch, nur daß er sie nicht durchdrückt, weil er es nicht kann (öffentlicher Druck, Imagepflege, keine Alternative, keine Lobby im Verein für diese Meinung, und/ oder ...) oder nicht will (womöglich auch hier einer oder mehrere vorgenannter Gründe, wenn denn, und/ oder ...).
Natürlich hat ein professionell geführter Verein viel bessere Möglichkeiten und viel mehr Zeit als wir hier, ein Spiel zu analysieren.
Es nun aber auch keine so hohe Wissenschaft festzustellen, daß bei uns viele Laufwege nicht stimmen, wir defensiv in gewissen Situationen seit Langem anfällig sind, jemand ein Formtief hat, usw.
Ursachen wie persönliche Probleme, schlechte Laktatwerte, ein schlechtes Verhältnis zum Trainer, etc. können wir hier freilich nicht sehen.
Auch wissen wir nicht, warum die Spieler derzeit solche Probleme mit der Anwendung haben (zu wenig Zeit, zu unclever, zu schlecht vermittelt, unpassend, wasauchimmer).
Aber wir können durchaus feststellen, daß sie derzeit solche Probleme haben.
Deine Abwertung der gesamten Fußballanhängerschaft ist mir übrigens auch viel zu pauschal.
Woher willst du wissen, daß hier nicht ein absoluter Rasenexperte ist, der nur nie Lust darauf hatte, seinen englischen Garten aufzugeben, um sich um ein paar Rechtechte zu kümmern? Vielleicht ist hier auch jemand, dem nur wegen fehlender Kontakte die Möglichkeit entgeht, der beste Jünter aller Zeiten zu werden? Womöglich gibt es hier absolut vernarrte Taktiker, die 10h am Tag Fußball-DVDs gucken und Gegnerstudien betreiben, das aber lieber im stillen Kämmerlein als unter beruflichem Druck und in Zusammenarbeit mit anderen machen?
Nur, weil wir keine Vertragsklauseln kennen, aktuelle (vll. mentale) Wehwehchen, wer sich mit wem versteht und wer nicht, kann hier doch durchaus mal einer oder können mehrere näher an der Wahrheit sein als jemand, der von Borussia für dessen Profession bezahlt wird.
Hälst du es tatsächlich für ausgeschlossen, daß sich Schubert mit der aktuellen Umsetzung des 3-5-2 für den Kader in dessen jetziger Form und Zusammensetzung in eine kühne Idee voller Überzeugung verrannt haben könnte?
Auch die Spieler dürften deine Aussagen einbeziehen. Erinnerst du dich an Meyers Spruch bzgl. der Intelligenz einiger? Du darfst hier schon einigen zutrauen, daß sie es ohne Fußballerkarriere weiter schaffen werden oder geschafft haben, als unter einer Brücke zu nächtigen oder HartzIV zu beziehen.
obwohl du eine replik auf meinen beitrag schreibst, stimme ich dir fast in allen punkten zu. zudem erwähnst du dinge, die ich auch denke, die aber wg. der kürze er zeit keinen eingang in meinen beitrag erhielten. einiges davon ist jetzt in meinen beitrag über diesem eingeflossen, ich möchte mich nicht wiederholen. und wenn du von absolut vernarrten taktiker schreibst, muss ich wieder an den film "trainer" denken, in dem schubert portraitiert wird. ich gewann den eindruck von einem menschen, der schlau ist, er es gut meint, der aber eigentlich dem druck des geschäfts gar nicht gewachsen ist und das sogar ein stück weit eingesehen hat. als er dann für die u23 geholt wurde, war ich überrascht, dachte aber, dass es ein guter platz für ihn sein könnte und gleichzeitig ein guter fang für den verein. als sich dann die entscheidung über vertrag oder nicht so ewig in die länge zog, hatte ich immer das gefühl, es geht nicht nur darum, ob eberl an schubert festhalten will, sondern auch darum, ob schubert überhaupt cheftrainer eines ambitionierten bundesligisten werden möchte. ob in ihm nicht ego und vernunft miteinander kämpften, ob er es wirklich machen soll oder nicht. dass er mit unterschreiben des vertrags sofort die richtung änderte, kann ich nicht unterschreiben.
und was in eberl vorging und -geht, wissen wir auch nicht. vielleicht gab es damals für ihn keinen kandidaten, von dem er überzeugt war und es schien ihm die für den erfolg des vereins die beste lösung, schuberts position durch den vertrag zu stärken. der kurzfristige erfolg mit dem erneuten einzug in die cl hätte ihm dann zumindest für den moment recht gegeben. wenn jetzt dadurch unsere spielkultur gänzlich den bach runtergeht, war es vielleicht langfristig die falsche entscheidung. weiß man nicht. was er für die nächste saison plant, weiß man aber auch nicht. vielleicht hat er ja jetzt schon den wunschkandidaten an der angel, der aber jetzt noch nicht verfügbar ist. vielleicht macht schubert bei dem ganzen spiel sogar mit, weil beide wissen, dass sein platz eigentlich eine etage tiefer ist. unwahrscheinlich, aber können wir's wissen ?
ich glaube, was ich sagen will: ich habe mit all den anderen erfahrungen, die mein leben mir beschert hat, die haltung entwickelt, dass fußball allein meiner freude dienen soll, kurze wutausbrüche natürlich eingeschlossen. ich kann mich tagelang an einem sieg freuen, mich aber nur wenige minuten über eine niederlage ärgern.
daher wünsche ich mir hier etwas mehr humor und viel weniger rechthaberei.
17.09.2016 - 18:31 Uhr
Zitat von Ralfinger
Ich gehe davon aus, dass über 99% aller User hier die Person Schubert ziemlich Latte ist. Wenn Kritik, dann aus Sorge zu unserem Verein. Und nicht, weil Schubert irgendjemandes Freundin ein bisschen zu intensiv hinterher geschaut hat. Oder irgendeinem anderen Quatsch.
Zitat von towerstar
Selbst verständlich unterstelle ich das!
Geht's eigentlich noch für die Frage überhaupt?
Schubert ist Trainer der Borusia und solange er das ist, hast du das auch zu respektieren!
Was zum Wohle des Vereins tut und was nicht entscheiden andere und auch deren Entscheidungen hast du zu respektieren. Ob es dir passt oder nicht.
Zitat von Oskar01
Ziemlich viel Pathos
Es geht um das Wohl unserer Borussia, den Frieden nicht zu stören kann dazu gehören muss aber nicht.
Du unterstellst, als wäre deine Meinung mit der unserer Verantwortlich unisono.
Zitat von towerstar
Ich sehe es aber als Pflicht jedes Borussia-Fans an, Angriffe die allein in Richtung der Person Schuberts und somit für die Störung des Frieden im Verein abzielen, entschieden zu verteidigen.
Ich sehe es aber als Pflicht jedes Borussia-Fans an, Angriffe die allein in Richtung der Person Schuberts und somit für die Störung des Frieden im Verein abzielen, entschieden zu verteidigen.
Ziemlich viel Pathos
Es geht um das Wohl unserer Borussia, den Frieden nicht zu stören kann dazu gehören muss aber nicht.
Du unterstellst, als wäre deine Meinung mit der unserer Verantwortlich unisono.
Selbst verständlich unterstelle ich das!
Geht's eigentlich noch für die Frage überhaupt?
Schubert ist Trainer der Borusia und solange er das ist, hast du das auch zu respektieren!
Was zum Wohle des Vereins tut und was nicht entscheiden andere und auch deren Entscheidungen hast du zu respektieren. Ob es dir passt oder nicht.
Ich gehe davon aus, dass über 99% aller User hier die Person Schubert ziemlich Latte ist. Wenn Kritik, dann aus Sorge zu unserem Verein. Und nicht, weil Schubert irgendjemandes Freundin ein bisschen zu intensiv hinterher geschaut hat. Oder irgendeinem anderen Quatsch.
Ich bin immer ein wenig irritiert wenn ich lesen muss, dass „handelnde Personen“ unserer Borussia einem Großteil der User/Fans Latte sein sollen, da es ja einzig um das „Wohl unserer Borussia“ geht…und diese über allen Personen stehen muss.
Ich stelle mir dann immer die Frage: Wer oder was ist unsere Borussia?
Worauf basiert der „Mythos Borussia“ bzw. die Begeisterung und die Emotionen, die Siege/Niederlagen, gute/schlechte Spiele auslösen.
Bei genauer Betrachtung komme ich für mich auf immer die gleiche Antwort.
Es sind die Menschen, die handelnden Personen – egal ob in führender Verantwortung, Spieler, Trainerteam oder die vielen „unsichtbaren Menschen“ im Verein – und auch wir Fans, die unsere Borussia zu dem gemacht haben, was sie heute ist.
Das dumme dabei ist lediglich, dass wir keine Maschinen sind, die man auf Knopfdruck an- und ausstellen kann bzw. auseinanderschrauben und wieder zusammensetzen kann, damit sie wieder einwandfrei oder gar besser laufen.
Nein….ich bin unendlich dankbar dafür, dass wir Menschen und keine Maschinen sind….
….und kein Mensch ist perfekt, Gott sei Dank auch.
Wenn ich so manche Kommentare lese habe ich manchmal den Eindruck, es muss ja sehr einfach sein, die Maschine „Borussia“ wieder ans Laufen zu kriegen. Es muss nur an ein paar richtigen Stellschrauben gedreht werden (der aktuelle Trainer ist offensichtlich unfähig dazu), dann noch ein bisschen ölen/schmieren, dann läuft`s schon wieder, ist ja sooo einfach.
Leider wird dabei eins oft übersehen und/oder unterschätzt.
Wir Menschen, jeder für sich, haben unsere Befindlichkeiten, kurz- mittel- und manchmal auch längerfristig, in der Regel als Probleme bezeichnet.
Nicht jeder Mensch geht mit seinen Problemen/Befindlichkeiten/Ängsten/Sorgen/Nöten offen um und lässt alle anderen daran teilhaben…gibt halt introvertierte Menschen, die das mit sich selbst ausmachen, ohne dass ein ausstehender wirklich davon weiß.
Und jetzt halten wir einfach mal fest, dass in einem Teamsport wie Fußball nicht der Einzelne zählt, sondern viele Individuen bestmöglich harmonieren müssen, um gemeinsam den bestmöglichen Erfolg zu erzielen.
Jeder Einzelne trägt seinen Teil dazu bei, mal mehr und mal weniger, mal besser und mal schlechter…und die Summe aller Einzelleistungen entscheiden dann über Erfolg/Misserfolg bzw. Sieg/Niederlage, um mal beim Fußball zu bleiben…und dass auch noch von Spiel zu Spiel.
Natürlich ist in diesem Fall auf den 1. Blick der Trainer offensichtlich der Verantwortliche, der schlussendlich den Kopf hinhalten muss, wenn über einen längeren Zeitraum nur noch Misserfolge erzielt werden, aus welchen Gründen auch immer.
Mir ist es aber zum jetzigen Zeitpunkt, nach 6 Spielen mit 4 Siegen und 2 Niederlagen, viel zu früh und auch zu billig, einzig den Trainer für die Spieleergebnisse und Spielweise verantwortlich zu machen und ihn schon jetzt wieder anzuzählen bzw. zum Teufel jagen zu wollen.
Interessanterweise hat der Großteil der Userschaft Verständnis für z.B. einen Oscar Wendt, der wohl noch ein paar Spiele Zeit benötigt, um sein volles Potenzial – 100% Leistung- abrufen zu können. Man billigt es ihm einfach zu.
Ich mache es mir jetzt einfach und behaupte, dass Oscar Wendt nicht der einzige ist, der aktuell noch nicht in der Lage ist, sein volles Potenzial abzurufen.
Eventuell sind dies beispielsweise u.a. ein Christensen und Dahoud auf Grund ihrer vertraglichen Situation, ein Vestergaard und Strobl, die noch Zeit benötigen sich im Team zu integrieren und die Spielidee des Trainers zu verstehen und auf dem Platz umzusetzen. Möglicherweise hat ein Elvedi mit sich selbst zu sehr zu kämpfen und ist doch mental stärker ausgepowert, als man glaubt. Evtl. ist auch ein Traoré völlig unzufrieden mit seiner mehr oder minder „Jokerrolle“ oder er selbst höhere Ansprüche an sich selbst hat und festgestellt hat, dass er ihnen (noch) nicht gerecht wird.
Ein Tony versucht sein bestmöglichstes um den Anschluss nicht zu verlieren, weiß aber selbst, wo seine Defizite/Grenzen sind, aber er kämpft wie ein Löwe um der Mannschaft zu helfen…gleiches gilt für Korb.
Stindl und Johnson sind auch noch nicht bei 100% und Thorgan sowie Hahn verstehen nicht wirklich, warum sie trotz guter Leistungen nicht jedes Spiel von Anfang an bestreiten…..usw. usf.
Sollen bitte als von mir frei erfundene Szenarien verstanden werden, natürlich ohne auch nur annähernd zu wissen, ob irgendetwas davon der Wahrheit entspricht.
Die teils deftigen und verdienten Niederlagen tragen auch noch dummerweise dazu bei, dass das Selbstvertrauen noch nicht 100%-ig da ist, ob der eigentlichen, wirklichen Leistungsfähigkeit und der eigenen Erwartungshaltung aller Beteiligten, die einen teils heftigen Dämpfer erhalten haben.
Und dann fängt es im Kopf, bei jedem Einzelnen, an zu ticken…Enttäuschung, Verärgerung, Selbstzweifel und, und, und….
Nochmal, wir haben es hier mit Menschen – und nicht mit Maschinen – zu tun.
Und die Ursachen zu finden, warum etwas (noch) nicht so läuft, wie es sich alle erhofft haben ist bei Menschen ungleich schwieriger und vielfältiger als bei Maschinen…und selbst da bedarf es manchmal Monate, um den Fehler zu erkennen und zu beheben.
Mal ein praktisches Beispiel aus meiner beruflichen Praxis:
Bei einem Kundenbetrieb kam es während der Abschlusstests immer wieder zu Fehlfunktionen und Ausfällen an einem bestimmten Produkt, an einer Leiterkarte. Einzelne Bauteile wurden im Lotofen nicht richtig verlotet und es kam eben zu Fehlfunktionen. Obwohl jeder einzelne Produktionsprozess genauestens untersucht und analysiert wurde, externe Experten zu Rate gezogen wurden, Bildaufnahmen der Produktionsprozesse mehrfach gesichtet wurden….niemand konnte einen Fehler erkennen und man war völlig ratlos. Dieses dauerte mehrere Monate.
Irgendwer kam dann mal auf die Idee, den Leiterkartenrohling bzw. den Lotofenprozess genauestens zu untersuchen.
Das Ergebnis war: Der Lieferant/Produzent dieses speziellen Leiterkatenrohlings hatte aus Beschaffungsengpässen ein benötigtes Substrat/Granulat – was nicht lieferbar war- durch ein anderes Substrat ersetzt und damit eine Riesencharge an Leiterkartenrohlingen produziert.
Weiter nicht tragisch, so glaubte man beim Produzenten….allerdings verformte sich der Leiterkartenrohling auf Grund der unterschiedlichen Temperaturstufen im Lotofen, wo sich die darin verflüssigte Lotpaste mit den jeweiligen Bauteilen verbindet ( der eigentliche Lötprozess), nur marginal, so dass die verflüssigte Lotpaste „weggeschwommen“ ist und dadurch der Lotprozess nicht 100%-ig stattfand und dies letztlich zu den Fehlfunktionen führte. Das Ersatzgranulat (nur ein Bestandteil der benötigten Substrate/Granulate zur Produktion des Leiterkartenrohlings) war nicht geeignet, den Temperaturen im Lotofen stand zu halten.
Dass irrwitzige an der Geschichte war, dass die dadurch entstandene Verformung des Leiterkartenrohlings einerseits mit bloßem Auge nicht zu erkennen war – es handelte sich bei Testuntersuchungen lediglich um wenige mµ - und andererseits sich die Verformung nach dem Verlassen des Lotofens durch die Abkühlung wieder größtenteils zurückformte…Kunststoff halt.
Nur dank einer speziellen, hitzeresistenten Spezialkamera im Lotofen konnte dieser Fehler entdeckt werden.
Nur ein Beispiel aus der Maschinen-/Produktionstechnik, monatelange Fehlersuche…..
Ich behaupte mal frech weg, dass ein einzelner Mensch mitunter noch viel komplizierter zu analysieren ist, mit all seinen Befindlichkeiten, Sorgen, Nöten, Ängsten etc. pp. Und dann multiplizieren wir das Ganze einfach mal mit 2,3,4 oder mehr, um mal zum Fußball bzw. Teamsport zurückzukehren.
Wer sich jetzt hinstellt und behauptet zu wissen, dass, wie es in diesem Thread einige User tun, einzig und allein bzw. hauptsächlich der Trainer verantwortlich dafür ist, dass unsere Borussia noch nicht das spielt und die Ergebnisse erzielt wie wir es uns erhoffen, der macht es sich mMn. verdammt einfach.
Und dass, ohne auch nur annähernd detaillierte Kenntnisse über die Befindlichkeiten aller Spieler und Verantwortlichen zu besitzen bzw. lediglich aus weiter Entfernung Mutmaßungen anstellt und daraus ableitet, dass (fast) ausschließlich der Trainer Schubert für das bislang gesehene verantwortlich ist.
Ich unterstelle einfach mal, dass diese User tagtäglich 100% Leistung in ihrem Job abliefern und die Fähigkeit besitzen, all ihre Befindlichkeiten auf Kommando ab-/ausschalten zu können. Selbst wenn sich dann während der Arbeit, aus welchem Grund auch immer, mal kurz die eigenen persönlichen/privaten Probleme melden, besitzen diese User dann die außergewöhnliche Fähigkeit, diese umgehend abzuschalten und erst nach Feierabend wieder einzuschalten. Soll ja auch Menschen geben die es schaffen, beim Anstempeln ihr Gehirn abzuschalten und erst beim Abstempeln wieder einschalten…..Perfektionisten/Maschinen halt, die können auch über’s Wasser laufen.
Ganz problematisch wird es dann, wenn man für sich feststellt und weiß, dass das unmöglich ist, es aber von anderen erwartet und verlangt. Geht gar nicht.
Na, dann hoffe und wünsche ich mir (oder darf ich es sogar erwarten) für das Spiel jetzt gleich gegen Bremen, dass alle – Trainer und Spieler – heute in den 90 Minuten mal alles ausblenden, was sie belasten könnte, sich einzig und allein auf das Spiel konzentrieren und jeder einzelne 100% abrufen wird.
Dann….und nur dann wird es ein wahres Freudenfest für unsere Borussia und eine herbe Klatsche für die Bremer Jungs, die tun mir jetzt schon leid. Einigen Usern zufolge müssen unsere Jungs die Bremer ja aus dem Stadion schießen, alles andere als ein klarer Sieg mit 3-4 Toren Unterschied kann ja nur eine herbe Enttäuschung sein (ein dreckiges 1:0 geht schon mal gar nicht, das wäre ja absolut blamabel, 1-2 Usern zufolge) und damit wäre es erwiesen, dass Schubert der absolut falsche Trainer für unsere Borussia und unsere mittlerweile berechtigten Ansprüche internationaler Klasse ist.
Also, auf Jungs, ich erwarte 100% Leistung und einen überlegenen und glasklaren Sieg und dass die Bremer wie ein geprügelter Hund nach Hause geschickt werden.
Mein Tipp: klares 6:0 für Borussia.
Edith möchte nur eins anmerken/zu bedenken geben:
Man stelle sich nur mal- rein hypothetisch - vor (praktisch ja völlig unmöglich…weil halt Bremen), die Bremer Jungs sind heute ausnahmsweise mal auch in der Lage, 100% Leistung – vll. sogar 110% -abzurufen, in einem aufregenden, tollen und von beiden Seiten hochklassigem Spiel…
.... und es wird lediglich nur ein dreckiges 1:0 für unsere Jungs ……armer Schubert.
Ach was …unmöglich…
17.09.2016 - 20:40 Uhr
Zitat von Antares
Auf jeden Fall beinhalten meine Ein- bis Zweizeiler nich diese Heuchelei über die achso menschliche Welt einer Leiharbeitsfirma, die mit dem Thema Fussball im Allgemeinen und Andre Schubert im Speziellen nichts zu tun hat ...
Zitat von michibmg63
Brauchst es ja nicht zu lesen, wenn es Dich nicht interessiert.
Schau doch einfach das Spiel.
Und natürlich sind deine Ein- bis Zweizeiler viel interessanter und lesenswerter....
Zitat von Antares
@michibmg63, lass doch einfach diese unpassenden Geschichten aus der Welt deiner Zeitarbeitsfirma weg.
Der Rest is doch schon langatmig genug ...
@michibmg63, lass doch einfach diese unpassenden Geschichten aus der Welt deiner Zeitarbeitsfirma weg.
Der Rest is doch schon langatmig genug ...
Brauchst es ja nicht zu lesen, wenn es Dich nicht interessiert.
Schau doch einfach das Spiel.
Und natürlich sind deine Ein- bis Zweizeiler viel interessanter und lesenswerter....
Auf jeden Fall beinhalten meine Ein- bis Zweizeiler nich diese Heuchelei über die achso menschliche Welt einer Leiharbeitsfirma, die mit dem Thema Fussball im Allgemeinen und Andre Schubert im Speziellen nichts zu tun hat ...
Wow, jeder disqualifiziert und blamiert sich so gut er kann und Du bist eines dieser sonderbaren Exemplare die die Fähigkeit besitzen, ein Urteil über etwas zu fällen, was man lediglich aus der Entfernung her vom Hörensagen kennt und dieses dann als Heuchelei verurteilt.
Kennst Du meine Arbeitsweise oder hast Du jemals auch nur mit einem einzigen meiner Mitarbeiter/-innen gesprochen, wie sie das ganze empfinden und beurteilen.
Du kannst Dir sicherlich auch nicht vorstellen dass es externe Mitarbeiter/-innen in meinem Unternehmen gibt, die am liebsten bis zu ihrer Rente bei mir arbeiten möchten, sofern es möglich ist und dass selbst ehem. Mitarbeiter/-innen, die von Kundenbetrieben übernommen wurden, nach wie vor mal auf einen Kaffee und Plausch vorbeikommen, weil es Ihnen bei mir gut ging und sich wahnsinnig wohl bei mir gefühlt haben.
Ich weiß, dass passt nicht in dein engstirniges und reduziertes Weltbild, das kann es gar nicht geben mit so einer verblendeten Sichtweise.
Du tust mir einfach nur leid, aber ich kann nicht jedem helfen, sich von Vorurteilen frei zu machen und die Augen zu öffnen und nicht alles über einen Kamm zu scheren. Für Dich gibt's offensichtlich nur Schwarz und Weiss......liegt vielleicht auch nur an deiner Brille....ein Optiker könnte da möglicherweise helfen.
Und damit soll auch gut sein und suhl Dich ruhig weiter in deiner ach so dollen Villa Kunterbunt.
Du hast es zum Thema gemacht und mich angegriffen und mal wieder bezeichnend, dass Du aus meinen Beitrag nur das herauspickst, was Dir dazu dient, mich anzugehen.
Den eigentlichen Sinn meines Beitrages willst oder kannst Du nicht verstehen, dazu fehlt es minimum an Objektivität und offensichtlich einiges mehr.
Und jetzt....heul weiter... und lass mich in Ruhe....alles andere gerne per PN.
18.09.2016 - 02:23 Uhr
@michibmg63
Zunächst die Lottozahlen: 7, 13, 16, 24, 25, 32 ZZ: 17
Zunächst mal gebe ich dir mit 2 Aussagen total Recht, einmal war City verdammt stark (ähnlich wie Freiburg gespielt hat) und das zweite mal das unsere Mannschaft wohl beeindruckt gewesen ist.
ABER, was war bei City und Freiburg ähnlich ? Ich finde das beide Mannschaften ein sogenanntes Stürmerpressing gespielt haben (wie Bayer gegen uns auch). Bayer war ein 50/50-Spiel für mich und hätte genauso gut auch umgekehrt ausgehen können.
Allerdings haben wir gegen Bayer eines besser gemacht, wir haben uns besser befreit aus diesem Stürmerpressing. Mal indem wir durch ganz schnelle kurze Kombinationen selbst ihre vordersten Linie überwunden haben oder durch lange Bälle (die dann oft durch z.B. Tah abgefangen wurden) die wir im zweiten Anlauf (also den zweiten Ball) erobert haben und so in eine Zone kamen wo Bayer nicht mehr genügend Mann hinten hatte, weil sie uns ja mit 4,5,6 Mann angelaufen sind (incl. Sommer angelaufen).
Freiburg und City haben dies auch gemacht, nur haben wir dort nicht für das Gegenpressing gesorgt um selbst nach Balleroberung nach vorne zu kombinieren oder über den zweiten Ball in den Angriff zu gehen. Hier fehlte mir eindeutig der Mut vom Team und auch vom Trainer (gegen City). Zudem standen unsere Reihen viel zu weit auseinander gegen City, sie konnten immer wieder dazwischen kombinieren und so waren alle unsere Spieler auf ihren Positionen überfordert und wirkten lustlos. Ich kann mir aber nicht vorstellen das auch nur ein Borusse lustlos auf den Platz gegangen in der CL. Jeder möchte diese Spiele und spielt dafür das ganze Jahr Fußball.
Ich fand unsere Grundformation und auch unser System aus dieser Grundformation ängstlich und dies zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Auswärtsspiele in den letzten 9 Monaten.
Eine Dreierkette (das heißt es sind ständig 3 Mann hinter dem Ball und man verzichtet damit auf einen weiteren Offensiven) indem man zu wenig im Mittelfeld läuft ist viel anfälliger (da die Wege weiter sind), als eine Viererkette, wo nur 2 Mann ständig hinter dem Ball sind (die beiden IV). Die Aussenverteidiger rücken etwas auf und mischen sich ins Aufbauspiel mit ein (beste Beispiele sind Wendt in der Viererkette oder auf der anderen Seite Elvedi wenn er dann mitgeht).
Also Mut zur Viererkette, gegen schwächere Mannschaften mit einem Stürmerpressing und gegen stärkere Mannschaften mit einem Mittelfeldpressing.
In der Dreierkette wie wir sie bisher gespielt haben, wurden nicht nur die drei da hinten ständig hinter dem Ball gehalten, auch Stindl wurde weiter zurückgezogen und seiner stärken in der Offensive beraubt und dies ist es was ich Schubert etwas anlasste. Er beugt sich der Öffentlichkeit hinten dicht zu machen und trifft die falschen Maßnahmen, indem er uns unserer Stärken (Offensive) beraubt. Ich nenne das Fehler erkannt, aber falsche Maßnahme getroffen.
Nehmen wir an alle Spieler hätten Topform und alle gleich gut trainiert, dann würde das in etwa so aussehen:
----------------------Sommer....................
....................Christensen.............Vestergaard.................
Elvedi......................................................................Wendt
....................Strobl/Dahoud.................Kramer.................
..............Stindl..............Hazard.......................Johnson.........
.........................................Raffael...........................................
Wobei Stindl, Hazard und Raffael die Positionen wechseln wie sie lustig sind.
Zunächst die Lottozahlen: 7, 13, 16, 24, 25, 32 ZZ: 17
Zunächst mal gebe ich dir mit 2 Aussagen total Recht, einmal war City verdammt stark (ähnlich wie Freiburg gespielt hat) und das zweite mal das unsere Mannschaft wohl beeindruckt gewesen ist.
ABER, was war bei City und Freiburg ähnlich ? Ich finde das beide Mannschaften ein sogenanntes Stürmerpressing gespielt haben (wie Bayer gegen uns auch). Bayer war ein 50/50-Spiel für mich und hätte genauso gut auch umgekehrt ausgehen können.
Allerdings haben wir gegen Bayer eines besser gemacht, wir haben uns besser befreit aus diesem Stürmerpressing. Mal indem wir durch ganz schnelle kurze Kombinationen selbst ihre vordersten Linie überwunden haben oder durch lange Bälle (die dann oft durch z.B. Tah abgefangen wurden) die wir im zweiten Anlauf (also den zweiten Ball) erobert haben und so in eine Zone kamen wo Bayer nicht mehr genügend Mann hinten hatte, weil sie uns ja mit 4,5,6 Mann angelaufen sind (incl. Sommer angelaufen).
Freiburg und City haben dies auch gemacht, nur haben wir dort nicht für das Gegenpressing gesorgt um selbst nach Balleroberung nach vorne zu kombinieren oder über den zweiten Ball in den Angriff zu gehen. Hier fehlte mir eindeutig der Mut vom Team und auch vom Trainer (gegen City). Zudem standen unsere Reihen viel zu weit auseinander gegen City, sie konnten immer wieder dazwischen kombinieren und so waren alle unsere Spieler auf ihren Positionen überfordert und wirkten lustlos. Ich kann mir aber nicht vorstellen das auch nur ein Borusse lustlos auf den Platz gegangen in der CL. Jeder möchte diese Spiele und spielt dafür das ganze Jahr Fußball.
Ich fand unsere Grundformation und auch unser System aus dieser Grundformation ängstlich und dies zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Auswärtsspiele in den letzten 9 Monaten.
Eine Dreierkette (das heißt es sind ständig 3 Mann hinter dem Ball und man verzichtet damit auf einen weiteren Offensiven) indem man zu wenig im Mittelfeld läuft ist viel anfälliger (da die Wege weiter sind), als eine Viererkette, wo nur 2 Mann ständig hinter dem Ball sind (die beiden IV). Die Aussenverteidiger rücken etwas auf und mischen sich ins Aufbauspiel mit ein (beste Beispiele sind Wendt in der Viererkette oder auf der anderen Seite Elvedi wenn er dann mitgeht).
Also Mut zur Viererkette, gegen schwächere Mannschaften mit einem Stürmerpressing und gegen stärkere Mannschaften mit einem Mittelfeldpressing.
In der Dreierkette wie wir sie bisher gespielt haben, wurden nicht nur die drei da hinten ständig hinter dem Ball gehalten, auch Stindl wurde weiter zurückgezogen und seiner stärken in der Offensive beraubt und dies ist es was ich Schubert etwas anlasste. Er beugt sich der Öffentlichkeit hinten dicht zu machen und trifft die falschen Maßnahmen, indem er uns unserer Stärken (Offensive) beraubt. Ich nenne das Fehler erkannt, aber falsche Maßnahme getroffen.
Nehmen wir an alle Spieler hätten Topform und alle gleich gut trainiert, dann würde das in etwa so aussehen:
----------------------Sommer....................
....................Christensen.............Vestergaard.................
Elvedi......................................................................Wendt
....................Strobl/Dahoud.................Kramer.................
..............Stindl..............Hazard.......................Johnson.........
.........................................Raffael...........................................
Wobei Stindl, Hazard und Raffael die Positionen wechseln wie sie lustig sind.
18.09.2016 - 12:42 Uhr
Ich habe mich im letzten Monat intensiv mit eurer Mannschaft und eurem Verein beschäftigt und ich hoffe ihr erlaubt es mir hier kurz meine bescheidene Meinung zu gewissen Themen zu äussern.
Eins vorweg: Bis auf die erste Hälfte in Bern habe ich in dieser Saison alle eure Spiele gesehen und auch in der letzten Saison habe ich die meisten eurer Spiele verfolgt.
Beginnen wir am 26. Juni 2016. Mit Laszlo Benes wurde der fünfte und letzte Sommerneuzugang der Borussia vorgestellt und der Kader war somit, mal wieder aufgrund der ausgezeichneten Arbeit von Manager Max Eberl frühzeitig fertiggestellt.
Trainer André Schubert hatte somit optimale Voraussetzungen um in die Vorbereitung zu starten und seine Mannschaft auf die bevorstehende Saison mit Dreifachbelastung vorzubereiten.
Mit Jannik Vestergaard wurde ein kopfballstarker Innenverteidiger geholt und damit auf die Anfälligkeit nach Ecken und Freistössen aus der letzten Saison zu reagieren. Kramer wurde aus Leverkusen zurückgeholt um den abgewanderten Granit Xhaka zu ersetzen. Mit der ablösefreien Verpflichtung von Tobias Strobl wurde auf den Abgang von Havard Nordtveit reagiert und dazu hat man auch noch die Talente Benes und Doucouré als Perspektivspieler geholt. Verlassen haben den Verein Branimir Hrgota, Roel Brouwers und wie gesagt Granit Xhaka. Hinzu kommt noch das Karriereende von Martin Stranzl und die nicht gezogene Kaufoption bei Martin Hinteregger.
Während der Vorbereitung war es weitesgehend ruhig um die Borussia und ausser ein paar bedeutungslosen Testspielergebnissen und der wetterbedingten Absage des Spiels gegen Inter Mailand gab es eigentlich nichts zu berichten.
Spannend wurde es erst wieder am Tag der Auslosung der CL-Quali Spiele. Hier war man durch glückliche Umstände ( u.a. der Sieg von YB Bern über Shakthar ) unerwarteterweise gesetzt und ging somit (zumindest vorerst:ugly
Pep Guardiola und Manchester City aus dem Weg. Dass es am Ende Bern statt Rostov, Rom, Monaco oder Steaua Bukarest wurde dürfte niemanden am Niederrhein niemanden traurig gestimmt haben.
Mitte August war es dann endlich so weit und mit dem Hinspiel der CL-Quali in Bern stand der Saisonauftakt an. Schubert überraschte etwas mit seiner Aufstellung denn immerhin fanden sich neben Top Talent Mo Dahoud und 12mio Einkauf Jannik Vestergaard auch Spieler wie Patrick Herrmann, André Hahn und Fabian Johnson auf der Bank wieder. Ein Julian Korb schaffte es nicht mal in den Kader. Stattdessen spielten zum Beispiel ein Tobias Strobl oder ein Tony Jantschke die zwar jeder iergendwo auf der Rechnung hatte, dass sie aber in der so wichtigen CL-Quali in der Startelf stehen hätten wohl nur die wenigsten erwartet.
Raffael brachte die Gladbacher früh in Führung und diese sollte auch schon das Pausenresultat darstellen. Nach der Pause verlor die Borussia ihre Dominanz aus der ersten Hälfte und prombt erzielte Bern zu dem Zeitpunkt nicht unverdient den Ausgleich. Nach dem 1-1 geriet Gladbach so richtig ans schwimmen und hatte Glück, dass Hoarau YB nicht in Führung köpfte. Ein paar Minuten später hatte man erneut Glück als Hahn das 2-1 erzielte dabei allerdings klar im Abseits stand. Das Tor zählte trotzdem und als Raffael kurz darauf auf 3-1 stellte war das Gladbacher Glück perfekt.
Gladbach gewinnt am Ende verdient mit 3:1, wenn auch man nicht immer souverän war und man das Glück in den richtigen Momenten auf seiner Seite hatte.
Somit hatte man sich eine optimale Ausgangslage fürs Rückspiel erarbeitet.
Nach nur kurzer Regenerationszeit ging es Samstags zur 1. Runde im DFB Pokal nach Drochtersen. Hier warf Trainer André Schubert die Rotationsmachine an und änderte seine Aufstelllung auf nicht weniger als 7(!) Positionen. Für Wendt, Raffael, Hazard, Stindl, Jantschke, Sommer und Elvedi spielten Hofmann, Korb, Herrmann, Hahn, Dahoud, Sippel und Vestergaard. Die Gladbacher Borussia quälte sich zu einem 1-0 Sieg bei dem niemand sich wirklich mit Ruhm bekleckerte. Unter dem Strich ein verdienter Arbeitssieg nach dem Motto: Ein gutes Pferd (Fohlen
) sprinkt nicht höher als es muss!
Unter der Woche war dann YB Bern in den Borussia Park angereist und die Ausgangslage war klar: Bern braucht minimum 3 Tore. Schubert rotierte wieder kräftig und lies die Elf aus dem Hinspiel wieder ran mit der Ausnahme, dass Herrmann und Johnson für Wendt und Traoré randurften. Die Frage nach dem Weiterkommen war jedoch ziemlich schnell erledigt. Am Ende stand es 6-1 für die Borussia bei der Hazard und Raffael mit jeweils 3 Toren überragend aufspielten. Das Tor des Tages schoss dennoch ein Berner, Ravets Weitschuss zum 5-1 war eine Augenweide.
Am darauffolgenden Wocheneende kam Leverkusen zum Saisonauftakt nach Mönchengladbach. Für viele kam es überraschend, dass der unter der Woche so stark aufspielende Thorgan Hazard nur auf der Bank sass. Für ihn spielte André Hahn und Trainer Schubert sollte hier ein goldenes Händchen beweisen. In einer Affenhitze gewann Borussia nach einem Doppelpack von André Hahn verdient aber glücklich gegen Leverkusen. Der optimale Saisonstart war perfekt.
Man verabschiedete sich also mit 4 Siegen aus 4 Spielen in die Länderspielpause und die Euphorie rund um den Verein war so gross, dass die Zeitung mit den vier grossen Buchstaben sogar zur Bayern Jagd aufrief. Was im Verein selber allerdings selbstvertständlich nur belächelt wurde.
Die Länderspielpause wurde von allen Borussen gut und verletzungsfrei überstanden und somit stand die Vorbereitung auf das Spiel in Freiburg an.
Zum Spiel in Freiburg gibt es hier warscheinlich keine zwei Meinungen. Richtig schwacher Auftritt. Borussia fand nie wirklich ins Spiel und kam mit dem aggressiven Pressing der Freiburger nie zurecht.Selbst das glückliche 1-0 von Hazard half nichts und Gladbach verlor hochverdient nach späten Toren von Philipp und Petersen mit 3-1.Ein Blick auf die Statistik verdeutlicht hier die Unterlegenheit der Borussen: Man ist mehr qals SIEBEN Kilometer weniger als Freiburg gelaufen und auch die Zweikampfquote war miserabel. Bestes Beispiel hier Tobias Strobl der als Sechser ganze 15% seiner Zweikämpfe gewonnen hatte. Als sich dann Patrick Herrmann auch noch schwer verletzte war der rabenschwarze Samstag im Breisgau perfekt.
Nach dem doch herben Dämpfer beim Sportclub aus Freiburg stand dann das CL Auswärtsspiel bei Manchester City an und sagen wir mal so es gehörte zu den Spielen die so schnell kein Beteiligter vergessen wird. Nach dem Sturm am Dienstag wurde das Spiel auf Mittwoch verlegt, zum Leidwesen der mitgereisten Borussenfans.
Das Spiel selbst ist schnell erzählt, Man City erteilte den Gladbachern eine fussballerische Lehrstunde und gewann am Ende auch in dieser Höhe verdient mit 4:0. Bei den Gladbachern stimmte auch an dem Tag überhaupt nichts und vorallem der Fakt, dass man weniger gelaufen ist als City sollte einem doch zu denken geben. Es gab allerdings auch durchaus positives aus Manchester zu berichten. Die Art und Weise wie die Borussia und ihre Fans mit der Situation umgegangen sind war grosse Klasse und man hat deutschlandweit viele Symphatiepunkte gesammelt. Sei es die Rückerstattug der Tickets seitens Borussia, das Feiern der anwesenden Fans mit den Spielern am Abend der Absage oder die Aktion von Max Eberl jeden Gladbach Fan der es am Mittwoch noch geschafft hatte mit Handschlag zu begrüssen: Das war weltklasse, liebe Borussia!
Nach 2 Niederlagen in Folge ging es dann gestern gegen Werder Bremen die ein gerngesehener Gast waren im Borussia Park an diesem Samastagabend.
Die ersten 20 Minuten brannten die Gladbacher ein Offensivfeuerwerk ab und führten mit gütiger Unterstützung der Bremer Abwehr mit 3:0. Danach spielte man das Ganze entspannt herunter und konnte vor der Pause sogar noch das 4:0 erziele. Nach der Pause traten dann einige altbekannte Probleme auf. Klar die Konzentration war sicher nicht mehr bei hundertprozent aber die Art und Weise wie Bremen sich plötzlich Torchancen herausspielen konnte erinnerte vom Defensivverhalten her doch stark an die letzten beiden Spiele. Folgerichtig traf Gnabry noch zum 4:1 und man hatte sogar Glück, dass die Bremer einige Minuten später nicht sogar auf 4:2 verkürzten. Im Endeffekt ein natürlich hochverdienter Sieg mit einem kleinen Schöhnheitsfehler allerdings.
Die Borussia ist also trotzallem sehr ordentlich in die neue Saison gestartet und man kann bereits erste Gewinner und Verlierer in der noch jungen Saison ausmachen.
Zu den Gewinnern gehören definitiv Thorgan Hazard und Raffael die super miteinander harmonieren aber auch ein Tobias Strobl mit dem die wenigsten gerechnet hatten. Vorallem Thorgan Hazard sticht hier heraus da man bei ihm eine solche Trefferquote eigentlich gar nicht gewohnt ist. Letzte Saison noch als Chancentod betitelt, trifft er in dieser Saison selbst in Spielen in denen eigentlich nichts zusammenläuft wie zum Beispiel sein Treffer zum 1-0 beim Spiel in Freiburg.
Zu den Verlierern gehören der erneut verletzte Patrick Herrmann sowie Bankdrücker Mo Dahoud aber auch ein Jonas Hofmann der in Mönchengladbach weiterhin jeden Beweis schuldig bleint warum man 8 Milllionen Euro für ihn hingelegt hat.
Der Bankplatz von Dahoud ist längst zum Dauerthema geworden und als Aussenstehender wird einem erst auf den zweiten Blick klar warum dieser Ausnahmefussballer momentan nur die zweite Geige spielt. Dahouds grosse Schwäche ist das Defensivverhalten und das konnte man vor allem beim Spiel in Manchester gut erkennen. So gut er auch bei eigenem Ballbesitz die Bälle verteilte so schlecht sah es in der Rückwärtsbewegung aus. Das gleiche gilt nach seiner Einwechslung gegen Bremen. Er liess dem Gegner viel zu oft zu viel Platz in seinem Rücken was prompt in eine Bremer überzahl bei Kontern resultierte. Dahoud muss sein Defensivverhalten stark verbessern wenn er zukünftig wieder eine bessere Rolle spielen will, das Potential dazu hat er allemal!
Etwas anders gestaltet sich die Situation bei Jonas Hofmann. Er überzeugt auf seiner neuen, zentralen Position bisher überhaupt nicht und auf seiner Stammposition, im rechten Mittelfeld ist die Konkurenz zu gross um eine realistische Chance auf Spielzeit zu bekommen.
Hier muss man das wort Fehleinkauf langsam aber sicher in den Mund nehmen.
Für die Neuzugänge verlief die Saison bisher unterschiedlich, auf der einen Seite Tobias Strobl der unerwartet viel Spielzeit bekommt und auf der anderen Seite Jannik Vestergaard der bisher eher weniger zum Zug kommt und wenn er spielt auch nicht immer überzeugend. Bestes Beispiel hier wohl das 2:1 vom SC Freiburg als er Maximilian Philipp viel zu viel Platz liess und auch sonst wirkte er nicht immer souverän.
Rückkehrer Christoph Kramer machte bisher einen sehr ordentlichen Eindruck der eigentlich nur durch die schwache Leistung gegen City ein bisschen getrübt wird. Auf Dauer sehe ich ihn aber als sehr wichtigen Stammspieler bei den Foheln.
Die Talente Doucuré und Benes kamen bisher noch nicht zum Einsatz was man allerdings nicht überbewerten sollte. Sie werden die Zeit bekommen die sie brauchen und mittel- bis langfristig sicher eine Rolle spielen.
Und dann gibt es da natürlich noch den Evergreen, die Diskussion um Trainer André Schubert. Nach Eberls Treuebekenntnis im Sommer und dem Start mit vier Siegen in Folge hätte man eigentlich denken können, dass die Trainerdiskussion erstmal zu Grabe getragen worden sei aber Pustekuchen. Nach 2 Niederlagen in Folge mit zum grossen Teil ernüchternder Leistung der Mannschaft ist die Trainer Diskussion wieder da. Angefangen mit der Diskussion um die ominöse Dreierkette. In der Tat steht die Borussia defensiv alles andere als sicher was für mich einen simplen Grund hat. Die Abstimmung zwischen Offensive und Defensive stimmt noch nicht. Die Schlüsselpositionen sind hier die beiden Aussen sowie das zentrale Mittelfeld. Der Gegner kommt viel zu oft zu leicht in den Rücken der beiden Sechser und somit zu einer überzahlsituation. Die beiden Aussen rücken ebenfalls oft zu langsam nach hinten zurück. Wenn man diese Dinge in den Griff bekommt und das System somit zum funktionnieren bringt sehe ich die Dreierkette eigentlich sehr positiv.
Ich halte André Schubert für einen guten Trainer der vorallem bei Personalentscheidungen oft ein glückliches Händchen hat. Man darf nicht vergessen, dass Stindl erst unter ihm angefangen hat zu funktionnieren und auch die Talente Elvedi, Christensen und Dahoud haben alle unter ihm ihren Durchbruch gehabt. Auch einem André Hahn und einem Raffael hat er zu alter Stärke zurückverholfen. Thorgan Hazard ist das jüngste Beispiel eines Spielers der unter Schubert momentan aufblüht.
Hinzu kommt, dass er mit seinen Einwechslungen oft positiven Einfluss auf das Spiel nimmt und auch hier oft richtig liegt.
Einziger Kritikpunkt ist für mich, dass die Mannschaft gegen Freiburg sehr lustlos und überheblich spielte. Auch in der letzten Saison hat man so mehrmals unnötig Punkte liegen lassen (z.B. in Hamburg). Hier müsste Schubert den Jungs mal richtig in den Allerwertesten treten weil das geht so nicht!
Ja man kann André Schubert manchmal das ein oder andere vorwerfen aber er ist ein vergleichsweise junger Trainer und auch er muss die Chance bekommen aus seinen Fehlern zu lernen und man sollte nicht vergessen, dass er vieles sehr gut macht!
Die Borussia hat einen sehr starken Kader und die Qualität um ganz oben mitzuspielen. Man muss allerdings die eklatante Auswärtsschwäche in den Griff bekommen und das Verhalten nach Ballverlust und die Defensivarbeit insgesamt verbessern, um im Kampf um die CL-Plätze eine gute Rolle zu spielen.
In der Champions League ist dieses Jahr wohl leider nur der 3. Platz das höchste der Gefühle aber ich traue der Mannschaft durchaus zu in der Europa League eine gute Rolle zu spielen. Die grösste Titelchance für die Gladbacher sehe ich im Dfb Pokal. Schon in den letzten beiden Jahren hatte man eigentlich gute Chancen mindestens das Halbfinale zu erreichen die dann allerdings durch unnötige Niederlagen in Bielefeld und zuhause gegen Bremen zunichte gemacht wurden.
Ich wünsche diesem symphatischen Verein in dieser Saison und auch darüber hinaus alles Gute und viel Erfolg!
Vielen Dank an jeden der sich die Mühe gemacht hat alles zu lesen!
By the way, wie schon gesagt ich habe keinen wirklichen passenden Thread für diesen Post gefunden, sollte er hier also stören kann ich ihn auch gerne woanders hinposten!
Eins vorweg: Bis auf die erste Hälfte in Bern habe ich in dieser Saison alle eure Spiele gesehen und auch in der letzten Saison habe ich die meisten eurer Spiele verfolgt.
Beginnen wir am 26. Juni 2016. Mit Laszlo Benes wurde der fünfte und letzte Sommerneuzugang der Borussia vorgestellt und der Kader war somit, mal wieder aufgrund der ausgezeichneten Arbeit von Manager Max Eberl frühzeitig fertiggestellt.
Trainer André Schubert hatte somit optimale Voraussetzungen um in die Vorbereitung zu starten und seine Mannschaft auf die bevorstehende Saison mit Dreifachbelastung vorzubereiten.
Mit Jannik Vestergaard wurde ein kopfballstarker Innenverteidiger geholt und damit auf die Anfälligkeit nach Ecken und Freistössen aus der letzten Saison zu reagieren. Kramer wurde aus Leverkusen zurückgeholt um den abgewanderten Granit Xhaka zu ersetzen. Mit der ablösefreien Verpflichtung von Tobias Strobl wurde auf den Abgang von Havard Nordtveit reagiert und dazu hat man auch noch die Talente Benes und Doucouré als Perspektivspieler geholt. Verlassen haben den Verein Branimir Hrgota, Roel Brouwers und wie gesagt Granit Xhaka. Hinzu kommt noch das Karriereende von Martin Stranzl und die nicht gezogene Kaufoption bei Martin Hinteregger.
Während der Vorbereitung war es weitesgehend ruhig um die Borussia und ausser ein paar bedeutungslosen Testspielergebnissen und der wetterbedingten Absage des Spiels gegen Inter Mailand gab es eigentlich nichts zu berichten.
Spannend wurde es erst wieder am Tag der Auslosung der CL-Quali Spiele. Hier war man durch glückliche Umstände ( u.a. der Sieg von YB Bern über Shakthar ) unerwarteterweise gesetzt und ging somit (zumindest vorerst:ugly
Pep Guardiola und Manchester City aus dem Weg. Dass es am Ende Bern statt Rostov, Rom, Monaco oder Steaua Bukarest wurde dürfte niemanden am Niederrhein niemanden traurig gestimmt haben. Mitte August war es dann endlich so weit und mit dem Hinspiel der CL-Quali in Bern stand der Saisonauftakt an. Schubert überraschte etwas mit seiner Aufstellung denn immerhin fanden sich neben Top Talent Mo Dahoud und 12mio Einkauf Jannik Vestergaard auch Spieler wie Patrick Herrmann, André Hahn und Fabian Johnson auf der Bank wieder. Ein Julian Korb schaffte es nicht mal in den Kader. Stattdessen spielten zum Beispiel ein Tobias Strobl oder ein Tony Jantschke die zwar jeder iergendwo auf der Rechnung hatte, dass sie aber in der so wichtigen CL-Quali in der Startelf stehen hätten wohl nur die wenigsten erwartet.
Raffael brachte die Gladbacher früh in Führung und diese sollte auch schon das Pausenresultat darstellen. Nach der Pause verlor die Borussia ihre Dominanz aus der ersten Hälfte und prombt erzielte Bern zu dem Zeitpunkt nicht unverdient den Ausgleich. Nach dem 1-1 geriet Gladbach so richtig ans schwimmen und hatte Glück, dass Hoarau YB nicht in Führung köpfte. Ein paar Minuten später hatte man erneut Glück als Hahn das 2-1 erzielte dabei allerdings klar im Abseits stand. Das Tor zählte trotzdem und als Raffael kurz darauf auf 3-1 stellte war das Gladbacher Glück perfekt.
Gladbach gewinnt am Ende verdient mit 3:1, wenn auch man nicht immer souverän war und man das Glück in den richtigen Momenten auf seiner Seite hatte.
Somit hatte man sich eine optimale Ausgangslage fürs Rückspiel erarbeitet.
Nach nur kurzer Regenerationszeit ging es Samstags zur 1. Runde im DFB Pokal nach Drochtersen. Hier warf Trainer André Schubert die Rotationsmachine an und änderte seine Aufstelllung auf nicht weniger als 7(!) Positionen. Für Wendt, Raffael, Hazard, Stindl, Jantschke, Sommer und Elvedi spielten Hofmann, Korb, Herrmann, Hahn, Dahoud, Sippel und Vestergaard. Die Gladbacher Borussia quälte sich zu einem 1-0 Sieg bei dem niemand sich wirklich mit Ruhm bekleckerte. Unter dem Strich ein verdienter Arbeitssieg nach dem Motto: Ein gutes Pferd (Fohlen
) sprinkt nicht höher als es muss! Unter der Woche war dann YB Bern in den Borussia Park angereist und die Ausgangslage war klar: Bern braucht minimum 3 Tore. Schubert rotierte wieder kräftig und lies die Elf aus dem Hinspiel wieder ran mit der Ausnahme, dass Herrmann und Johnson für Wendt und Traoré randurften. Die Frage nach dem Weiterkommen war jedoch ziemlich schnell erledigt. Am Ende stand es 6-1 für die Borussia bei der Hazard und Raffael mit jeweils 3 Toren überragend aufspielten. Das Tor des Tages schoss dennoch ein Berner, Ravets Weitschuss zum 5-1 war eine Augenweide.
Am darauffolgenden Wocheneende kam Leverkusen zum Saisonauftakt nach Mönchengladbach. Für viele kam es überraschend, dass der unter der Woche so stark aufspielende Thorgan Hazard nur auf der Bank sass. Für ihn spielte André Hahn und Trainer Schubert sollte hier ein goldenes Händchen beweisen. In einer Affenhitze gewann Borussia nach einem Doppelpack von André Hahn verdient aber glücklich gegen Leverkusen. Der optimale Saisonstart war perfekt.
Man verabschiedete sich also mit 4 Siegen aus 4 Spielen in die Länderspielpause und die Euphorie rund um den Verein war so gross, dass die Zeitung mit den vier grossen Buchstaben sogar zur Bayern Jagd aufrief. Was im Verein selber allerdings selbstvertständlich nur belächelt wurde.
Die Länderspielpause wurde von allen Borussen gut und verletzungsfrei überstanden und somit stand die Vorbereitung auf das Spiel in Freiburg an.
Zum Spiel in Freiburg gibt es hier warscheinlich keine zwei Meinungen. Richtig schwacher Auftritt. Borussia fand nie wirklich ins Spiel und kam mit dem aggressiven Pressing der Freiburger nie zurecht.Selbst das glückliche 1-0 von Hazard half nichts und Gladbach verlor hochverdient nach späten Toren von Philipp und Petersen mit 3-1.Ein Blick auf die Statistik verdeutlicht hier die Unterlegenheit der Borussen: Man ist mehr qals SIEBEN Kilometer weniger als Freiburg gelaufen und auch die Zweikampfquote war miserabel. Bestes Beispiel hier Tobias Strobl der als Sechser ganze 15% seiner Zweikämpfe gewonnen hatte. Als sich dann Patrick Herrmann auch noch schwer verletzte war der rabenschwarze Samstag im Breisgau perfekt.
Nach dem doch herben Dämpfer beim Sportclub aus Freiburg stand dann das CL Auswärtsspiel bei Manchester City an und sagen wir mal so es gehörte zu den Spielen die so schnell kein Beteiligter vergessen wird. Nach dem Sturm am Dienstag wurde das Spiel auf Mittwoch verlegt, zum Leidwesen der mitgereisten Borussenfans.
Das Spiel selbst ist schnell erzählt, Man City erteilte den Gladbachern eine fussballerische Lehrstunde und gewann am Ende auch in dieser Höhe verdient mit 4:0. Bei den Gladbachern stimmte auch an dem Tag überhaupt nichts und vorallem der Fakt, dass man weniger gelaufen ist als City sollte einem doch zu denken geben. Es gab allerdings auch durchaus positives aus Manchester zu berichten. Die Art und Weise wie die Borussia und ihre Fans mit der Situation umgegangen sind war grosse Klasse und man hat deutschlandweit viele Symphatiepunkte gesammelt. Sei es die Rückerstattug der Tickets seitens Borussia, das Feiern der anwesenden Fans mit den Spielern am Abend der Absage oder die Aktion von Max Eberl jeden Gladbach Fan der es am Mittwoch noch geschafft hatte mit Handschlag zu begrüssen: Das war weltklasse, liebe Borussia!
Nach 2 Niederlagen in Folge ging es dann gestern gegen Werder Bremen die ein gerngesehener Gast waren im Borussia Park an diesem Samastagabend.
Die ersten 20 Minuten brannten die Gladbacher ein Offensivfeuerwerk ab und führten mit gütiger Unterstützung der Bremer Abwehr mit 3:0. Danach spielte man das Ganze entspannt herunter und konnte vor der Pause sogar noch das 4:0 erziele. Nach der Pause traten dann einige altbekannte Probleme auf. Klar die Konzentration war sicher nicht mehr bei hundertprozent aber die Art und Weise wie Bremen sich plötzlich Torchancen herausspielen konnte erinnerte vom Defensivverhalten her doch stark an die letzten beiden Spiele. Folgerichtig traf Gnabry noch zum 4:1 und man hatte sogar Glück, dass die Bremer einige Minuten später nicht sogar auf 4:2 verkürzten. Im Endeffekt ein natürlich hochverdienter Sieg mit einem kleinen Schöhnheitsfehler allerdings.
Die Borussia ist also trotzallem sehr ordentlich in die neue Saison gestartet und man kann bereits erste Gewinner und Verlierer in der noch jungen Saison ausmachen.
Zu den Gewinnern gehören definitiv Thorgan Hazard und Raffael die super miteinander harmonieren aber auch ein Tobias Strobl mit dem die wenigsten gerechnet hatten. Vorallem Thorgan Hazard sticht hier heraus da man bei ihm eine solche Trefferquote eigentlich gar nicht gewohnt ist. Letzte Saison noch als Chancentod betitelt, trifft er in dieser Saison selbst in Spielen in denen eigentlich nichts zusammenläuft wie zum Beispiel sein Treffer zum 1-0 beim Spiel in Freiburg.
Zu den Verlierern gehören der erneut verletzte Patrick Herrmann sowie Bankdrücker Mo Dahoud aber auch ein Jonas Hofmann der in Mönchengladbach weiterhin jeden Beweis schuldig bleint warum man 8 Milllionen Euro für ihn hingelegt hat.
Der Bankplatz von Dahoud ist längst zum Dauerthema geworden und als Aussenstehender wird einem erst auf den zweiten Blick klar warum dieser Ausnahmefussballer momentan nur die zweite Geige spielt. Dahouds grosse Schwäche ist das Defensivverhalten und das konnte man vor allem beim Spiel in Manchester gut erkennen. So gut er auch bei eigenem Ballbesitz die Bälle verteilte so schlecht sah es in der Rückwärtsbewegung aus. Das gleiche gilt nach seiner Einwechslung gegen Bremen. Er liess dem Gegner viel zu oft zu viel Platz in seinem Rücken was prompt in eine Bremer überzahl bei Kontern resultierte. Dahoud muss sein Defensivverhalten stark verbessern wenn er zukünftig wieder eine bessere Rolle spielen will, das Potential dazu hat er allemal!
Etwas anders gestaltet sich die Situation bei Jonas Hofmann. Er überzeugt auf seiner neuen, zentralen Position bisher überhaupt nicht und auf seiner Stammposition, im rechten Mittelfeld ist die Konkurenz zu gross um eine realistische Chance auf Spielzeit zu bekommen.
Hier muss man das wort Fehleinkauf langsam aber sicher in den Mund nehmen.
Für die Neuzugänge verlief die Saison bisher unterschiedlich, auf der einen Seite Tobias Strobl der unerwartet viel Spielzeit bekommt und auf der anderen Seite Jannik Vestergaard der bisher eher weniger zum Zug kommt und wenn er spielt auch nicht immer überzeugend. Bestes Beispiel hier wohl das 2:1 vom SC Freiburg als er Maximilian Philipp viel zu viel Platz liess und auch sonst wirkte er nicht immer souverän.
Rückkehrer Christoph Kramer machte bisher einen sehr ordentlichen Eindruck der eigentlich nur durch die schwache Leistung gegen City ein bisschen getrübt wird. Auf Dauer sehe ich ihn aber als sehr wichtigen Stammspieler bei den Foheln.
Die Talente Doucuré und Benes kamen bisher noch nicht zum Einsatz was man allerdings nicht überbewerten sollte. Sie werden die Zeit bekommen die sie brauchen und mittel- bis langfristig sicher eine Rolle spielen.
Und dann gibt es da natürlich noch den Evergreen, die Diskussion um Trainer André Schubert. Nach Eberls Treuebekenntnis im Sommer und dem Start mit vier Siegen in Folge hätte man eigentlich denken können, dass die Trainerdiskussion erstmal zu Grabe getragen worden sei aber Pustekuchen. Nach 2 Niederlagen in Folge mit zum grossen Teil ernüchternder Leistung der Mannschaft ist die Trainer Diskussion wieder da. Angefangen mit der Diskussion um die ominöse Dreierkette. In der Tat steht die Borussia defensiv alles andere als sicher was für mich einen simplen Grund hat. Die Abstimmung zwischen Offensive und Defensive stimmt noch nicht. Die Schlüsselpositionen sind hier die beiden Aussen sowie das zentrale Mittelfeld. Der Gegner kommt viel zu oft zu leicht in den Rücken der beiden Sechser und somit zu einer überzahlsituation. Die beiden Aussen rücken ebenfalls oft zu langsam nach hinten zurück. Wenn man diese Dinge in den Griff bekommt und das System somit zum funktionnieren bringt sehe ich die Dreierkette eigentlich sehr positiv.
Ich halte André Schubert für einen guten Trainer der vorallem bei Personalentscheidungen oft ein glückliches Händchen hat. Man darf nicht vergessen, dass Stindl erst unter ihm angefangen hat zu funktionnieren und auch die Talente Elvedi, Christensen und Dahoud haben alle unter ihm ihren Durchbruch gehabt. Auch einem André Hahn und einem Raffael hat er zu alter Stärke zurückverholfen. Thorgan Hazard ist das jüngste Beispiel eines Spielers der unter Schubert momentan aufblüht.
Hinzu kommt, dass er mit seinen Einwechslungen oft positiven Einfluss auf das Spiel nimmt und auch hier oft richtig liegt.
Einziger Kritikpunkt ist für mich, dass die Mannschaft gegen Freiburg sehr lustlos und überheblich spielte. Auch in der letzten Saison hat man so mehrmals unnötig Punkte liegen lassen (z.B. in Hamburg). Hier müsste Schubert den Jungs mal richtig in den Allerwertesten treten weil das geht so nicht!
Ja man kann André Schubert manchmal das ein oder andere vorwerfen aber er ist ein vergleichsweise junger Trainer und auch er muss die Chance bekommen aus seinen Fehlern zu lernen und man sollte nicht vergessen, dass er vieles sehr gut macht!
Die Borussia hat einen sehr starken Kader und die Qualität um ganz oben mitzuspielen. Man muss allerdings die eklatante Auswärtsschwäche in den Griff bekommen und das Verhalten nach Ballverlust und die Defensivarbeit insgesamt verbessern, um im Kampf um die CL-Plätze eine gute Rolle zu spielen.
In der Champions League ist dieses Jahr wohl leider nur der 3. Platz das höchste der Gefühle aber ich traue der Mannschaft durchaus zu in der Europa League eine gute Rolle zu spielen. Die grösste Titelchance für die Gladbacher sehe ich im Dfb Pokal. Schon in den letzten beiden Jahren hatte man eigentlich gute Chancen mindestens das Halbfinale zu erreichen die dann allerdings durch unnötige Niederlagen in Bielefeld und zuhause gegen Bremen zunichte gemacht wurden.
Ich wünsche diesem symphatischen Verein in dieser Saison und auch darüber hinaus alles Gute und viel Erfolg!
Vielen Dank an jeden der sich die Mühe gemacht hat alles zu lesen!
By the way, wie schon gesagt ich habe keinen wirklichen passenden Thread für diesen Post gefunden, sollte er hier also stören kann ich ihn auch gerne woanders hinposten!
18.09.2016 - 13:47 Uhr
Zitat von dahoud8
Wir hatten 0 Punkte und ein total verunsichertes Team alle führungsspieler waren verletzt ,eine dreifachbelastung,und einiges zu verlieren!
Als favre kam hatte die Mannschaft nichts mehr zu verlieren,alle dachten die steigen eh ab,also meiner Meinung nach war das letztes Jahr sogar schwieriger !
Wir hatten 0 Punkte und ein total verunsichertes Team alle führungsspieler waren verletzt ,eine dreifachbelastung,und einiges zu verlieren!
Als favre kam hatte die Mannschaft nichts mehr zu verlieren,alle dachten die steigen eh ab,also meiner Meinung nach war das letztes Jahr sogar schwieriger !
Das was der ganze Verein zusammen mit Schubert als Cheftrainer geleistet hat, hat ja auch noch nie ein Verein in der Bundesligageschichte geschafft.
Ich kann verstehen, dass man mit Schuberts Verständnis von Fußball nichts anfangen kann, ich kann auch verstehen, dass man sich Favres Defensiv- und Systemfußball zurück wünscht. Daher kann ich auch den Frust (den ich ab und an selber verspüre) während einer Partie verstehen, wenn wir relativ leichte Gegentore bekommen, die so unter Favres sehr erfolgreicher Ägide wahrscheinlich nicht gefallen wären.
Aber eins kann ich nicht verstehen: Dass der Erfolg, den Schubert letztjährig mit unserer Mannschaft hatte, ihm bei vielen nicht den entsprechenden Kredit erbracht hat. Der Konsens zwischen all den verschiedenen "Geschmacksrichtungen" sollte doch eigentlich zumindest der Erfolg sein, der unterm Strich bei all den Entscheidungen heraus kommt. Und der ist doch zweifelsohne Vorhanden, seitdem Schubert da ist.
Ich muss gestehen, dass ich zu denjenigen gehöre, die lieber Offensivfußball ala Schubert sehen, als ein Defensivkonzept ala Favre. Dass soll nicht heißen, dass ich Schubert für den besseren Trainer halte, aber seine Fußballphilosophie steht mir emotional näher als die von Favre. Favre habe ich trotz alledem IMMER für den richtigen Mann für unsere Borussia gehalten, weil er unglaubliche Erfolge vorzuweisen hatte. Und mal ehrlich, Schubert steht dem doch bisher in nichts nach. (auch wenn er natürlich nur 1/4 der Zeit von Favre bei uns Trainer ist)
Naja, aber jedem das Seine.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Generation-X- am 18.09.2016 um 13:54 Uhr bearbeitet
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