Flicks Weltmeister-Block wächst
Ablösepoker beendet: Barça macht Man Citys Rodri zum teuersten Ü30-Transfer seit Neymar
©IMAGO
Der wochenlange Ablösepoker zwischen dem FC Barcelona und Manchester City um Rodri ist beendet – das berichten Medien aus Spanien und England. Die „Times“ schreibt, dass die Katalanen für den 30 Jahre alten Weltmeister eine Ablöse von 60 Millionen zahlen plus 12 Millionen an Boni, bei anderen Quellen sind es bis zu 16,5 Millionen Euro. Transferexperte Fabrizio Romano berichtet, dass der defensive Mittelfeldspieler am Montag nach Barcelona reist, um den Medizincheck zu absolvieren und einen bis 2030 datierten Vertrag zu unterzeichnen.
Dieser Transfer würde den Spanier zum fünftteuersten Ü30-Transfer der Fußballgeschichte machen und den Weltmeister-Block im Kader von Hansi Flick vergrößern. Die höchsten Ablösen, die für Spieler jenseits der 30 bezahlt wurden, waren 117 Mio. Euro für Cristiano Ronaldo im Sommer 2018, 95 Mio. Euro für Harry Kane und 90 Mio. Euro für Neymar 2023 und 70 Mio. Euro für Casemiro. Letzterer ist seit seinem Wechsel zu Manchester United 2022 der teuerste defensiv ausgerichtete Ü30-Transfer der Welt.
Für Rodri greift der spanische Meister so tief in die Tasche, obwohl er bei Man City nur noch ein Jahr unter Vertrag steht. Dafür bekommen die Katalanen den wohl am höchsten dekorierten Fußballer der vergangenen drei Jahre: Rodri gewann mit Man City das Triple, wurde mit Spanien Europa- und Weltmeister und sicherte sich 2024 den Ballon d’Or. Nachdem Finaltorschütze Ferran Torres für 45 Mio. Euro zu PSG gewechselt ist, steigt die Zahl der Weltmeister in Flicks Team wieder auf acht.
Maresca fordert Transfers: „Je früher, desto besser“
Die Transferausgaben der Katalanen steigen inklusive Rodri in diesem Sommer auf 160 Mio. Euro – dem stehen Einnahmen in Höhe von 59 Mio. Euro gegenüber. Deutlich größer wird der Umbruch bei Manchester City, das in die erste Saison nach Pep Guardiola startet und bislang Zugänge für 177 Mio. sowie Abgänge für 70 Mio. Euro verbucht. Die Einnahmen würden mit Rodri auf 130 Mio. Euro steigen. Trainer Enzo Maresca sagte nach der 0:3-Pleite gegen Arsenal im Supercup: „Je früher ein Neuzugang bei uns eintrifft, desto besser, denn in einer Woche beginnt die Premier League, und wenn sie so schnell wie möglich mit uns trainieren, können sie auch besser verstehen, wie wir spielen wollen.“
Dabei ging es dem Italiener, der für 20 Mio. Euro von Chelsea geholt wurde, wohl vor allem um neues Personal für das Mittelfeld. Im Fokus steht neben Lille-Talent Ayyoub Bouaddi auch Marescas früherer Schützling Enzo Fernández. Für den argentinischen Weltmeister von 2022 verlangen die Blues dem Vernehmen nach rund 140 Mio. Euro. Der spanische Weltmeister von 2026 Rodri wechselte 2019 für 70 Mio. Euro von Atlético Madrid zu Man City und wird die Citizens nach 298 Spielen und 13 Titeln verlassen, um in seiner Heimat weitere Trophäen zu sammeln.
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